Brennerweg
Der Brennerweg entstand gemeinsam mit der Weilandgasse als Anfang der 1950er Jahre auf einem Teil des städtischen Ziegelwerks eine neue Siedlung entstand. 1954 wurde sie per Gemeinderatsbeschluss nach dem zu Beginn des 19. Jahrhunderts wirkenden Marktrichter und Färbermeister Mathias Brenner benannt. Nach der endgültigen Auflassung des Ziegelwerks Mitte der 1960er entstanden im darauffolgenden Jahrzehnt das Bundesschulzentrum samt Sportanlage und die Sporthalle auf diesem weitläufigen Areal. Im Zuge dieser Umgestaltung wurde der Brennerweg verlängert und umlief entlang der ehemaligen Lehmabbaukante (unterhalb der Pulverturm-Siedlung) das Gelände des Bundesschulzentrums, bevor er schließlich in die Pater Helde-Straße mündete. Aufgrund seines Verlaufs entlang der Abbaukante verfügt der Brennerweg auf der Hangseite lediglich über ein Haus (Nr. 14), weshalb in diesem Fall auch von der üblichen Praxis bzgl. Hausnummernvergabe (siehe den Beitrag Allgemeines zu den Mistelbacher Straßennamen) abgewichen wurde. Die im Zuge der Errichtung der Siedlung in den 1950er Jahren erbauten Häuser erhielten ungerade Hausnummern und als später das Bundesschulzentrum und zwei Wohnhäuser auf der selben Straßenseite errichtet wurden, erhielten diese inkonsequenterweise gerade Hausnummern. Dies wohl weil die ungeraden Hausnummern in die entgegensetzte Richtung aufsteigend vergeben worden waren und deshalb behalf man sich damit für diese Neubauten gerade Hausnummern zu vergeben. Dies führt jedoch zu der verwirrenden Situation, dass gerade und ungerade Hausnummern etwa von der Mitte der Straße aus in unterschiedliche Richtungen aufsteigen und die auf der gegenüberliegenden Straßenseite gelegene Nr. 14 widerspricht mit ihrer Lage selbst dieser verquerten Logik. An anderer Stelle (Mozartgasse) hatte man sich in einer ähnlichen Situation mit der Vergabe von zusätzlichen Buchstaben beholfen (1a, 1b etc.) um vor der Nummer 1 gelegene neu entstehende Häuser in die fortlaufende Nummerierung zu integrieren.
Der Verlauf des Brennerwegs ab Ende der 1970er Jahre bis 2023
Die komplizierte Hausnummernsituation wurde 2023 noch um eine weitere Komponente erweitert, nämlich indem das letzte Stück des Brennerwegs vor dessen Einmündung in die Pater Helde-Straße zu einem Teil der neuen Edmund Freibauer-Promenade erklärt wurde, um Mag. Edmund Freibauer, den langjährigen Bürgermeister und späteren Landtagspräsidenten, der zuvor Direktor des im Bundesschulzentrum untergebrachten BORG Mistelbach war, in der Adresse der Schule zu verewigen. Damit änderte sich die Adresse des Bundesschulzentrums von „Brennerweg 8“ auf „Edmund Freibauer-Promenade 1“ und dies ungeachtet der Tatsache, dass die „Edmund Freibauer-Promenade“ eigentlich gar nicht an direkt am Bundesschulzentrum entlang verläuft, sondern lediglich ein Stück der Zufahrtsstraße umfasst.
Wo befindet sich der Brennerweg (in seinem verkürzten Verlauf ab 2023)?