Bezirkshauptmänner des Verwaltungsbezirks Mistelbach im 19. und 20. Jahrhundert

Bezirkshauptmannschaft Mistelbach1

Als Folge der Revolution des Jahres 1848 wurde unter anderem die Grundherrschaft abgeschafft und es entstand die Institution der freien und selbstständigen Gemeinde. Dadurch wurde jedoch die Etablierung einer neuen Verwaltungsebene zwischen Gemeinden und Land notwendig und zu diesem Zweck wurden 1850 die Bezirkshauptmannschaften eingeführt. Zum Standort dieser Behörde für unsere Gegend wurde Poysdorf ausgewählt, und Mistelbach wurde „nur“ Sitz eines Bezirks- und Bezirks-Collegialgerichts. Als wenig später die als Folge der Revolution gewährten verfassungsrechtlichen Zugeständnisse im Zuge des Neoabsolutismus in Österreich sukzessive wieder zurückgenommen wurden, darunter auch die Trennung von Gerichtsbarkeit und Verwaltung, wurden die Bezirkshauptmannschaften wieder aufgelöst und die Verwaltungsaufgaben den zu Bezirksämtern aufgewerteten Bezirksgerichten übertragen. Aufgrund der im Jahr 1867 eingeführten Verfassung wurde jedoch eine organisatorische Trennung von Verwaltung und Gerichtsbarkeit wieder notwendig und so wurden die Bezirkshauptmannschaften 1868 schließlich erneut eingerichtet. Bei der Standortwahl konnte sich diesmal Mistelbach durchsetzen und der Verwaltungsbezirk Mistelbach umfasste zunächst die Gerichtsbezirke Feldsberg (bzw. den später daraus hervorgegangenen Gerichtsbezirk Poysdorf), Mistelbach, Laa a.d. Thaya und Zistersdorf. Das Verwaltungsgebiet änderte sich im Laufe der Zeit: der Gerichtsbezirk Zistersdorf wurde 1899 der neugeschaffenen Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf zugeteilt, durch den Friedensvertrag von St. Germain gingen Feldsberg und einige weitere Gemeinden verloren, 1938 wurde das Gebiet um den Gerichtsbezirk Wokersdorf (jedoch ohne Aderklaa, Deutsch-Wagram, Seyring, Süßenbrunn und Gerasdorf) erweitert.
Neben dem wenig später folgenden Bau der Staatseisenbahn, war die Errichtung der Bezirkshauptmannschaft sicherlich einer der großen Marksteine, die den rasanten Aufstieg Mistelbachs und die 1874 erfolgte Stadterhebung ermöglichten.

Nachfolgend werden chronologisch die Biografien der Bezirkshauptmänner des Verwaltungsbezirks Mistelbach im 19. und 20. Jahrhundert dargestellt, allerdings nur in Stichworten, da sich die Beamtenlaufbahnen in weiten Teilen sehr ähnlich sind.

 

Hofrat Wilhelm Peintinger (1868-1871)
* 16.12.1817, Retz2
† 20.7.1886, Kapfenberg3

Eine erste Spur zu ihm findet sich im Handbuch „ 1844″ in dem er gleich zweimal aufscheint: als Kanzleischreiber bei der Herrschaft Bisamberg und als Gerichts-Actuar bei der Gutsverwaltung auf Schloss Walpersdorf, wo er bis 1850 wirkte; da im Folgejahr keine Doppelnennung mehr aufscheint, handelt es sich wohl um einen Fehler, der jedoch den Verdacht nahelegt, dass Peintinger in Bisamberg tätig gewesen sein könnte, bevor er 1844 nach Schloss Walpersdorf wechselte4; 1850-1854 Staatsanwaltssubstitut am Bezirksgericht Waidhofen a.d. Thaya5; 1854 zum Bezirksvorsteher (=Vorsteher eines Bezirksamtes) in Allentsteig ernannt6, 1858 in der selben Funktion in Laa a.d. Thaya und 1859-1868 Bezirksvorsteher in Oberhollabrunn7; 1868-1871 erster Bezirkshauptmann des Verwaltungsbezirks Mistelbach8; 1871-1874 Bezirkshauptmann in Sechshaus (heute Teil des XV. Wiener Gemeindebezirks)9; 1874 Ernennung zum Statthaltereirat und ab diesem Zeitpunkt Referent und Mitglied der Landeskommission für Grundsteuer bei der nö. Statthalterei10; 1884 Pensionierung und Verleihung des Titels Hofrat11; danach übersiedelte er nach Kapfenberg, wo er nach seinem Tode auch beerdigt wurde;

 

Dr. Josef Ritter Pfusterschmid von Wallenau12 (1871-1883)
* 9.7.1822, Wien
† 25.3.1890, Wien

1843 Eintritt in den niederösterreichischen Landesdienst; 1843-1845 Praktikant  beim Kreisamt für das Viertel unter dem Wiener Wald in Wiener Neustadt;  1845-1849 bei der niederösterreichischen Statthalterei in Wien; 1849-1850 beim Kreisamt für das Viertel ober dem Wienerwald in St. Pölten; 1850-1853 Bezirksgericht St. Pölten; 1853-1854 Bezirksgericht Waidhofen a.d. Thaya; 1855-1860 Kreiskommissär am Kreisamt für das Viertel unter dem Manhartsberg in Korneuburg; 1860-1871 Adjunkt beim Bezirksamt bzw. der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen; 1871-1883 Bezirkshauptmann des Verwaltungsbezirks Mistelbach, danach Ruhestand13;
In seine Dienstzeit fiel die Stadterhebung Mistelbachs (1874), die er nach Kräften unterstützte.

Ehrenbürger: Laa a.d. Thaya (1883)14
 


Sektionschef Dr. Ernst Oser
15 (1883-1887)
* 23.10.1845, Grafenegg
† 25.9.1902, Wien

Matura am Stiftsgymnasium Melk; juridisch-politische Studien an der Universität Wien; 1869 Eintritt in den Landesdienst, danach versah er Dienst bei Behörden in Wien, Baden, Hernals und beim Landesschulrat; ab 1874 Bezirkskommissär bei der Bezirkshauptmannschaft Baden; November 1883 bis November 1887 Bezirkshauptmann in Mistelbach; danach Bezirkshauptmann in Baden bis Ende des Jahres 1889 und in dieser Eigenschaft auch mit der „Tragödie von Mayerling“ befasst und u.a. für die rasche und geheime Bestattung von Mary Vetsera verantwortlich;  ab Jänner 1890 mit der Leitung des Departments für „Volkswirtschaftliche und Landeskultur-Angelegenheiten, Unterrichtsstiftungen und Stipendien“ in der nö. Statthalterei betraut; ab Oktober 1896 bis zu seinem Tod Sektionschef im Ackerbauministerium; in Waldegg bei Wiener Neustadt bestattet;
Er unterstützte den Aufbau des Feuerwehrwesens im Bezirk und die Bildung und Tätigkeit der landwirtschaftlichen Bezirks- bzw. Ortsvereine16; auch setzte er sich für die Errichtung der Winzerschule an seinem ehemaligen Dienstort Mistelbach ein; 1898 wurde die Oserstraße nach ihm benannt;

Ehrenbürger: Mistelbach (1893) und Gumpoldskirchen (1894)
 

Hofrat Johann Bažant17 (1887-1899)
* 21.12.1848, Wien
† 7.10.1920, Wien18

1872 Aufnahme in den Landesdienst; danach als Konzipist bei folgenden Behörden tätig: Bezirkshauptmannschaft Hernals, niederösterreichische Statthalterei, Bezirkshauptmannschaft Waidhofen a.d. Thaya, Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen; 1879-1885 als Bezirks-Kommissär der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach zugeteilt; 1885-1887 Rückkehr als Statthalterei-Sekretär in die niederösterreichische Statthalterei, wo er unter anderem für den Landesschulrat tätig war; 1887-1899 Bezirkshautpmann des Bezirks Mistelbach; 1899-1909 Bezirkshauptmann des Bezirks Floridsdorf-Umgebung (=Gerichtsbezirke Wolkersdorf u. Groß-Enzersdorf, Teile des Bezirks Gänserndorf und Floridsdorf); danach Übertritt in den Ruhestand; Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Mistelbach (1899)19; er ruht auf dem Wiener Zentralfriedhof

Ehrenbürger: Frättingsdorf, Hörersdorf, Laa a.d. Thaya (alle 1899), Kirchstetten und Gänserndorf20

 

Hofrat Dr. Alfons Freiherr Klezl von Norberg21 (1899-1909)
* 8.8.1858, Hietzing (Wien)22
† 22.12.1942, Wien

1880 in den Landesdienst aufgenommen und Tätigkeit bei der nö. Statthalterei; 1882 Promotion Dr.iur.; 1882-1886 Praktikant bei der Bezirkshauptmannschaft Sechshaus (heute Teil des XV. Wiener Gemeindebezirks); 1886-1888 Konzipist bei der Bezirkshauptmannschaft Horn; 1888 Lokalkommissär für agrarische Operation in Allentsteig; 1889 Bezirks-Kommissär in Groß Enzersdorf; 1892-1895 der Bezirkshauptmannschaft Krems zugeteilt; 1895-1899 Dienst im Präsidialbureau und im Department für Kultuswesen der niederösterreichischen Statthalterei; 1899-1909 Bezirkshauptmann des Verwaltungsbezirks Mistelbach; von 1909 bis zum Übertritt in den Ruhestand 1918: Leiter des Departments für Kultuswesen bei der niederösterreichischen Statthalterei; bestattet auf dem Hietzinger Friedhof; Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Mistelbach (1904); Während seiner Amtszeit erfolgte der Bau des Bezirkskrankenhauses, zu dessen Errichtung er auch als Obmann des „Vereins zur Erbauung des öffentlichen Krankenhauses in Mistelbach“ tatkräftig beitrug. 1907 wurde im Rahmen eines Musikabends zugunsten des Krankenhausbaufonds ein von Heinrich Kosnapfl komponierter „Freiherr von Norberg-Marsch“ aufgeführt, der auch in Wien in Druck gelegt wurde und dessen Verkaufserträgnis ebenfalls dem Krankenhausbau zugute kam.23

Ehrenbürger: Olgersdorf (1902), Neudorf bei Staatz, Eibesthal (1904), Mistelbach (1908)24
 

Dr. Julius Montadon25 (1909-1913)
* 5.1.1863, Wien
† 26.2.1915, Wien

1886 Promotion Dr.iur. Universität Wien; danach Eintritt in den Landesdienst und zunächst der niederösterreichischen Statthalterei zugeteilt; 1889-1899 bei der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten tätig; 1899-1903 Bezirkskommissär bei der Bezirkshauptmannschaft Baden; 1903-1909 Statthaltereisekretär in der niederösterreichischen Statthalterei; im April 1909 mit der Leitung der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach betraut, und im November desselben Jahres dann offiziell zum Bezirkshauptmann ernannt; krankheitsbedingt wurde er im April 1913 wieder in die Statthalterei einberufen und wenig später mit der Leitung des Department IV betraut und ab März 1914 mit der Leitung des Departments V; er verstarb in Folge einer Operation in einem Wiener Sanatorium;

Ehrenbürger: Ober-Themenau26

 

Hofrat Franz Dokaupil27 (1913-1926)
* 25.3.1870, Wien
† 18.5.1939, Wien

Studium an der juridischen Fakultät der Universität Wien; 1894 Eintritt in den Landesdienst und Verwendung in der niederösterreichischen Statthalterei; 1897-1898 der Bezirkshauptmannschaft Mödling zugeteilt; von 1898 bis 1902 bei der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach und nach kurzzeitigem Dienst in der niederösterreichischen Statthalterei im Jahr 1902-1903, danach wieder bis 1913 Bezirks-Kommissär in Mistelbach; ab April 1913 zunächst provisorisch, dann ab Jänner 1914 bis Ende Juni 1926 Bezirkshauptmann des Verwaltungsbezirks Mistelbach; Versetzung in den Ruhestand aufgrund eines Nervenleidens; bestattet auf dem Friedhof Wien-Ottakring; er dürfte auch auf einem der beiden in der Kriegsbegeisterung des Jahres 1914 entstandenen katholisch-patriotischen Wandgemälde im Presbyterium der Pfarrkirche dargestellt gewesen sein, allerdings wurden diese im Zuge der Kirchenrenovierung 1935 übermalt28;
In der Kriegszeit bemühte er sich um Schonung des Bezirks bei Requirierungen und während der nach Kriegsende herrschenden Lebensmittelknappheit lehnte Dokaupil den Vorschlag der Abriegelung gegenüber Wien ab, und half so der notleidenden Wiener Bevölkerung sich aus dem Umland mit Nahrung versorgen zu können.

Ehrenbürger: sämtlicher Gemeinden des Verwaltungsbezirks Mistelbach (1916)29
 

Hofrat Dr. Karl Engelhart30 (1926-1929)
* 10.12.1882, Gloggnitz
† 21.2.1964, Wien

1903 Matura an der Theresianischen Akademie; 1909 Dr.iur. Promotion; danach Eintritt als Konzeptspraktikant in den Landesdienst und zunächst Verwendung bei der niederösterreichischen Statthalterei; 1910-1912 bei der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen und 1912-1913 bei der Bezirkshauptmannschaft Horn; 1913 als Statthaltereikonzipist im Department VIII bei der niederösterreichischen Statthalterei; nach einem kurzen Einsatz bei der Bezirkshauptmannschaft Horn schließlich von 1914 bis 1922 der Bezirkshauptmannschaft Bruck a.d. Leitha zugeteilt; dort wirkte er 1917 auch als Vorstand der Barackenverwaltung des Flüchtlingslagers Bruck31; anschließend bis 1926 bei der Bezirkshauptmannschaft Neunkrichen dienstzugeteilt; von März 1926 bis 1929 Bezirkshauptmann des Verwaltungsbezirks Mistelbach; 1929-1935 Bezirkshauptmann in Floridsdorf-Umgebung (Gerichtsbezirke Wolkersdorf und Groß-Enzersdorf, Teile des Bezirks Gänserndorf und Floridsdorf); 1935 verlor er seinen Posten als Bezirkshauptmann aufgrund von nationalsozialistischer Betätigung – für eine Entlassung reichte seine Verfehlung nicht aus und so wurde er in das Referat 7 „Soziale Verwaltung und Elektrizitätswerke“ des Landesamts I versetzt – seit diesem Zeitpunkt galt er jedoch als illegales NS-Mitglied32; nach dem „Anschluss“ 1938 stieg er zunächst zum Stellvertreter des Regierungsdirektors des Gaus Niederdonau auf bzw. war später Referatsleiter in der Statthalterei33; 1942 scheint er als Dezernent bei der Abteilung Ia „Angelegenheiten der Gemeinden“ der Behörde des Reichsstatthalters in Niederdonau34 auf; Engelhart wirkte zeit seines Lebens als eifriger Komponist und bereits in der Zwischenkriegszeit wurden einige seiner Kompositionen auch im Radio aufgeführt35; komponierte unter anderem den NÖ Landesfeuerwehrmarsch36 und war Anfang der 30er Jahre auch Bundesvorstandstellvertreter des Ostmark Sängerbundes37 und nach dem Krieg Vorstand des österreichischen Komponistenbundes; er wurde auf dem Friedhof in Mödling bestattet38;

Ehrenbürger: Achau, Alt-Kettenhof, Enzersdorf a.d. Fischa, Maria Fischamend, Kledering, Mannersdorf, Maria Lanzendorf, Ober-Lanzendorf, Schwadorf, Wolkersdorf, Höflein (1916), Himberg (1916), Schwechat (1916), Bruck a.d. Leitha (1916), Hennersdorf (1916), Leopoldsdorf (1920)39
 

Dr. Franz Julius Kwizda (Edler von Hochstern)40 (1929-1935)
* 28.12.1889 in Korneuburg
† 6.3.1939, Bisamberg

1913 Promotion Dr.iur. Universität Wien; unmittelbar danach Eintritt in den Landesdienst, und kurze Verwendung in der nö. Statthalterei; 1914-1918 der Bezirkshauptmannschaft Gmünd zugeteilt; 1918-1921 Dienst bei der Bezirkshauptmannschaft Floridsdorf-Umgebung (Gerichtsbezirke Wolkersdorf u. Groß-Enzersdorf, Teile des Bezirks Gänserndorf und Floridsdorf); kurzzeitig bei der Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf und im Anschluß daran von 1922-1928 der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg zugeteilt; 1929 bis September 1935 Bezirkshauptmann des Bezirks Mistelbach; danach ab 1935 Bezirkshauptmann Floridsdorf-Umgebung41 – aufgrund seines strikten Vorgehens gegen die Aktivitäten der illegalen Nationalsozialisten, wurde er nach dem „Anschluss“ seines Amtes enthoben

 

Dr. Andreas Pomesberger42 (1935-1938)
* 28.5.1888, Thaya (Bez. Waidhofen a.d. Thaya)
† 18.5.1957, Wien

Matura: Staatsgymnasium Prachatitz (Südböhmen); 1908 Eintritt in den nö. Landesdienst; 1913 Promotion Dr.iur. Universität Wien; 1914 kurzzeitig der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg zugewiesen und danach von 1914-1918 der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach zugeteilt; 1918-1926 Bezirkshauptmannschaft Korneuburg; 1926-1931 Bezirkshauptmannschaft Bruck a.d. Leitha; 1931-1935 Konzeptsbeamter bei der Bezirkshauptmannschaft Floridsdorf-Umgebung (Gerichtsbezirke Wolkersdorf u. Groß-Enzersdorf, Teile des Bezirks Gänserndorf und Floridsdorf); 1935 bis Juni 1938 Bezirkshauptmann in Mistelbach; danach Justiziar im Gaujägermeisteramt des Gaus Niederdonau43; 1939 scheint er als Landrat (Bezirkshauptmann) in Gmünd auf und 1942 als Beamter bei der Abteilung IV „Landwirtschaft, Wirtschaft & Arbeit“ der Behörde des Reichsstatthalters in Niederdonau44; Mai 1945 bis 1947 Bezirkshauptmann des Bezirks Korneuburg und danach Ministerialrat im Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau45; Mitglied bei Schlaraffia Castell Cornoviae (Korneuburg)46; bestattet auf dem Friedhof Wien-Rodaun

Ehrenbürger: Atzelsdorf und Grafensulz (beide 1919);
 

Landräte während der NS-Zeit

Mit Beginn des Jahres 1939 wurde die Bezirksverwaltung der „Ostmark“ dem reichsdeutschen System angepasst. Aus dem Bezirk wurde der „(Land-)Kreis“, aus der Bezirkshauptmannschaft „der Landrat“ und auch der Bezirkshauptmann selbst, hieß fortan „Landrat“.47

 

SA-Oberführer Dkfm. Dr. Hubert Kuich48 (1938-1940)
* 14.10.1905, Kammer am Attersee
† 7.2.1940, Wien

Kam 1916 mit seiner Familie nach Mistelbach, als sein Vater Vorstand des Bahnbetriebsamts des Staatsbahnhofes Mistelbach wurde49; hier verbrachte er einen großen Teil seiner Jugend und wurde im Umfeld der deutsch-völkischen Vereine Mistelbachs sozialisiert (u.a. Mitglied der pennalen Burschenschaft Tafelrunde deutscher Studenten Wartburg Mistelbach); Ende der 20er Jahre Sponsion zum Diplomkaufmann Hochschule für Welthandel Wien; 1932 Promotion Dr.iur. Universität Innsbruck; zuvor im Heimatschutz (Heimwehr) aktiv, trat er 1930 in die SA ein, und sollte später bis zum SA-Oberführer aufsteigen; die Zulassung als Rechtsanwalt wurde ihm wenig später aufgrund seiner illegalen politischen Betätigung wieder entzogen; Im Juni 1933 erste Inhaftierung in Stein a.d. Donau aufgrund von nationalsozialistischer Betätigung – insgesamt war er in der Zeit vor dem „Anschluss“ 25 Monate in Anhaltelagern bzw. Gefängnissen inhaftiert; 1936/37 in der Illegalität zum Brigardeführer der SA-Standarte 2 in Wien befördert; 1937 aus gesundheitlichen Gründen, die in seiner Haftzeit begründet waren, ins Deutsche Reich abkommandiert und dort im Rahmen des Parteitages 1937 als einer von wenigen „österreichischen Kämpfern“ vom Führer persönlich empfangen; im Zuge des „Anschlusses“ 1938 kam Kuich wie viele andere geflüchtete Nazis in die nunmehrige „Ostmark“ zurück und beteiligte sich an der Gewahrsamnehmung führender Persönlichkeiten des Schuschnigg-Regimes; als „alter Kämpfer“ wurde er mit dem Posten des Personaldirektors der Wiener Straßenbahnen belohnt; doch bereits im Juli 1938 folgte er dem Ruf des Gauleiters von Niederdonau, der ihn zum Bezirkshauptmann in seiner früheren Heimatstadt Mistelbach ernannte; 30.01.1940 persönliche Verleihung des Blutordens der NSDAP durch Adolf Hitler; starb bei einem Leuchtgasunfall in seiner Wiener Wohnung und wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet;

 

SS-Untersturmführer Reg.Rat Dr. Heinrich Welker50 (1940-1943)
* 21.5.1905, Offenburg, Deutsches Reich
† ?

aufgewachsen in Mannheim; Studien in Heidelberg, Freiburg, Karlsruhe und Kiel; 1933 Eintritt in den Verwaltungsdienst in Kehl am Rhein; ab 1934 am Landratsamt in Bruchsal in Baden tätig, 1935 zum Regierungsrat ernannt, ab 1938 Landrat-Stellvertreter dort; 1939 zu besonderer Verwendung nach Neunkirchen und später zur Landeshauptmannschaft Niederdonau berufen; SA-Mitglied seit 1934, ab 1937 Parteimitglied der NSDAP und Sonderverwendung bei der SS; nach dem Tod von Kuich ab 1940 kommissarischer Landrat für den Landkreis Mistelbach bis Februar 1943 – seinem Einrücken zur Front51

 

Dr. Paul Hönigl (1943-1945)
* 18.10.1895, Ybbsitz52
† ?

1915 Kriegsmatura am Gymnasium Seitenstetten; Teilnahme als Leutnant der Reserve am 1. Weltkrieg; 1921 Promotion Dr.iur. Universität Wien; 1923 Eintritt in den Wiener Polizeidienst; seit 1932 gehörte er der NSDAP und seit 1937 der SS an; Im September des Jahres 1933 kam zu einem Disziplinarverfahren gegen Hönigl, damals Oberkommissär des Zentralinspektorats der Sicherheitswache, aufgrund einer von ihm gehaltenen Rede bei einer geheimen Versammlung der seit Juni 1933 verbotenen NSDAP – die Folge war eine zeitweilige Suspendierung vom Dienst53; bereits zuvor war er aus dem Kommando der Alarmabteilung abberufen und einem Kommissariat zugeteilt worden – dies geschah im Zuge eines umfassenden personellen Umbaus dieser Abteilung, die über weite Teile nationalsozialistisch gesinnt war, und damit als „politisch unzuverlässig“ galt; Nach dem gescheiterten Putschversuch der Nationalsozialisten am 25. Juli 1934 wurde Dr. Hönigl verhaftet und sein Vermögen beschlagnahmt. Ihm und anderen nationalsozialistisch gesinnten Polizei- bzw. Bundesheeroffizieren wurde eine Beteiligung am Umsturzversuch, kurz Hochverrat, vorgeworfen. Schließlich wurde er im März 1935 vom Militärgericht Wien des Hochverrats schuldig gesprochen und zu zwölf Jahren schwerem Kerker verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er gemeinsam mit drei Mitverschwörern zwischen Sommer 1933 und Frühjahr 1934 regelmäßig konspirative Treffen abgehalten und einen Plan zur Besetzung des Bundeskanzleramtes und anderer öffentlicher Einrichtungen, sowie zur Gefangennahme der Regierung ausgearbeitet hatte. Laut diesem „ersten“ Putschplan, der später von anderen aufgeriffen, umgearbeitet bzw. verfeinert und ausgeführt wurde, wäre Hönigl für die Besetzung der Marokkanerkaserne zuständig gewesen. Durch Weitergabe ihres Planes und der Werbung dafür unter Angehörigen von Polizei und Bundesheer hätten die Angeklagten dazu beigetragen den Umsturzversuch der Nationalsozialisten vom 25. Juli 1934 vorzubereiten und diesen unterstützt.54 Zur Verbüßung seiner Strafe wurde Hönigl in die Strafanstalt Stein a.d. Donau verbracht.55 Nach dem „Anschluss“ wurde er im für Arisierungen zuständigen Sonderdezernat IVd-8 („Entjudung“) des Reichsstatthalters in Niederdonau tätig; Oktober 1939 bis Oktober 1940 Mitarbeiter der Abteilung Innere Verwaltung beim Chef des Distrikts Krakau im besetzen Polen; danach kehrte Hönigl als Leiter an das Sonderdezernat IVd-8 zurück56; September 1939 Verleihung des Blutordens der NSDAP, der höchsten Auszeichnung der Partei57; im Februar 1943, nach der Einberufung Welkers zur Front, wurde Dr. Hönigl zum Landrat von Mistelbach ernannt58; nach dem Krieg 1945-1947 inhaftiert und danach Hilfsarbeiter in Wien59;

 

Bezirkshauptmänner der zweiten Republik

In Band V der Reihe Mistelbach in Vergangenheit und Gegenwart, S. 26, findet sich die Information, dass im Mai 1945 ein gewisser Walter Brunhuber erster Bezirkshauptmann gewesen sei. Eine Bestätigung dieser Information konnte im Zuge der Recherchen zu diesem Beitrag nicht gefunden werden, es dürfte sich allenfalls nur um eine interimistische, kurzzeitige Besetzung gehandelt haben.

 

Dr. Josef Strau60 (1945-1946)
* 11.7.1908, Groß Enzersdorf61
† 31.3.2004, Wien

1927 Matura am Gymnasium Hollabrunn; 1929 Aufnahme in den niederösterreichischen Landesdienst; 1933 Promotion Dr.iur. Univeristät Wien; danach Eintritt in den Landesdienst; 1935-1937 Konzeptsbeamter bei der Bezirkshauptmannschaft Gmünd62; im Juni 1938 vom NS-Regime des Dienstes enthoben und Entlassung im November 1938; danach Hilfskraft bei der Firma Laconia in Wien, doch Ende Februar 1939 bereits wieder als „politisch nicht tragbar“ gekündigt; Juli 1939 bis Dezember 1941 als Revisionsassistent bei der Deutsche Treuhand AG Wien beschäftigt; danach bis Kriegsende Militärdienst; ab Mai 1945 bis Mai 1946 Bezirkshauptmann des Verwaltungsbezirks Mistelbach; im Mai 1946 zur Dienstleistung im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft berufen63; danach als Rat an den Verwaltungsgerichtshof berufen, und später wurde er dessen Vizepräsident; letzte Ruhestätte: Hietzinger Friedhof;

 

Hofrat Dr. Karl Mattes64 (1946-1956)
* 30.11.1905, Grund (Bezirk Hollabrunn)
† 14.10.1969, Wien

1927 Matura am Gymnasium Hollabrunn; Mitglied der katholischen Studentenverbindung Aargau Wien im CV; 1933 Promotion Dr.iur. Universität Wien; 1934 Aufnahme in den niederösterreichischen Landesdient und der Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn zugeteilt; im Mai 1938 vom NS-Regime des Dienstes enthoben und Aufnahme eines Verfahrens über seine Dienstausübung vor dem „Anschluss“; im Oktober 1938 wurde über ihn ein Aufenthaltsverbot in den Bezirken Hollabrunn, Horn und Mistelbach verhängt; November 1938 schließlich Entlassung aus dem Landesdienst; ab Ende 1939 Tätigkeit bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kompaß in Wien bis eine weitere Beschäftigung dort im Mai 1941 vom nationalsozialistischen Rechtswahrerbund aus politsichen Gründen untersagt wurde; zeitweilig unter Polizeiaufsicht, später kurzzeitige Untersuchungshaft und als wehrunwürdig erklärt; später angeblich bei der deutschen Treuhandverwaltung in Krakau tätig; im Juli 1944 schließlich doch zum Wehrdienst eingezogen, geriet er zu Ende des Krieges in russische Kriegsgefangenschaft; infolge Arbeitsunfähigkeit aufgrund schwerer Erkrankung bereits Ende August 1945 aus der Gefangenschaft entlassen; ab Oktober 1945 war er der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach zugeteilt; April 1946 bis Ende 1956 Bezirkshauptmann in Mistelbach; ab Anfang des Jahres 1957 bis zu seinem Tode Vorstand der niederösterreichischen Agrar-Bezirksbehörde in Wien; 1960-1965 Bürgermeister (ÖVP) der Gemeinde Pulkau; Träger des goldenen Ehrenringes der Gemeinde Pulkau; Dr. Mattes wurde auf dem Friedhof Pulkau bestattet;

Ehrenbürger: insgesamt 109 Gemeinden verliehen Dr. Mattes das Ehrenbürgerrecht, alleine im Bezirk Mistelbach rund 100 Gemeinden.
 

Hofrat Dr. Alfred Kriegl65 (1957-1962)
* 7. 5.1910, Wien
† 11.6.1979, Wien

Matura am Gymnasium Kalksburg; Studium Rechtswissenschaften Universität Wien; 1934 Eintritt in den nö. Landesdienst; nach dem „Anschluss“ 1938 in die Verwaltung des Regierungsbezirks Merseburg bei Halle a.d. Saale (Sachsen-Anhalt) versetzt; danach Kriegsdienst; Herbst 1945-1949 Dienst im Präsidium der nö. Landesregierung; 1949-1956 Bezirkshauptmann-Stellvertreter in Wiener Neustadt; 1957 bis Ende 1962 Bezirkshauptmann des Verwaltungsbezirkes Mistelbach; 1963-1964 Bezirkshauptmann im Verwaltungsbezirk Wien-Umgebung; 1965 bis zur Pensionierung mit Ende des Jahres 1973 Leiter des Landesamtes V/1 für „Gewerbe, Handel, Industrie und Buschenschankangelegenheiten“; am Wiener Zentralfriedhof bestattet;

Ehrenbürger: Unterstinkenbrunn
 

Hofrat Dr. Leopold Speiser66 (1963-1967)
* 16.2.1922, St. Margarethen an der Sierning
† 25.9.1998, Baden

Gymnasium St. Pölten; ab 1942 Kriegsdienst und anschließend russische Kriegsgefangenschaft bis Dezember 1946; nach Rückkehr aus der Gefangenschaft Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, 1950 Promotion Dr.iur.; Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.a.V. Norica Wien im ÖCV; bereits vor Studienabschluss Eintritt in den nö. Landesdienst; Tätigkeit an verschiedenen Bezirkshauptmannschaften; Juli 1961 bis Ende des Jahres 1962 Bezirkshauptmann in Bruck a.d. Leitha; Jänner 1963 bis Ende April 1967 Bezirkshauptmann des Verwaltungsbezirkes Mistelbach; 1967-1974 Bezirkshauptmann in Baden; 1974-1979 Landesamtsdirektor-Stv., 1979 Landesamtsdirektor bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1987; 1967 Verleihung des Ehrenrings der Stadtgemeinde Mistelbach; auf dem Stadtfriedhof Baden beerdigt;

 

Hofrat Mag. Karl Müller67 (1967-1977)
* 1.5.1912, Wien
† 19.1.1996, Mistelbach

Studium in Wien und Prag; Mitglied der katholischen Studentenverbindung Ferdinandea Prag (Heidelberg) im CV; nach Abschluss des rechtswissenschaftlichen Studiums als abs.iur. folgt eine Tätigkeit in der Privatwirtschaft; danach Eintritt in den öffentlichen Dienst und Zuweisung zum Landesamt im nordböhmischen Gablonz; ab 1941 Kriegsdienst in der deutschen Wehrmacht an West- und Ostfront; Eintritt in den nö. Landesdienst 1946, zunächst bei der Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf; ab 1950 Bezirkshauptmannstellvertreter bei der Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn und ab Juli 1955 in selber Funktion in Baden; 1957-1967 Bezirkshauptmann des Bezirks Zwettl; April 1967 bis Ende des Jahres 1977 Bezirkshauptmann in Mistelbach; 1977 Verleihung des Ehrenrings der Stadtgemeinde Mistelbach; ruht auf dem Mistelbacher Friedhof

 

Hofrat Dr. Herbert Foitik68 (1978-2002)
* 2.9.1939, Wien
† 19.4.2009, Mistelbach

Matura am akademischen Gymnasium Wien; Jugendmeister im Tischtennis; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien als Werkstudent; Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.Ö.H.V. Sängerschaft Waltharia Wien im ÖCV; nach Abschluss des Studiums zunächst bei der Handelskammer tätig; 1965 Eintritt in den Landesdienst, und als Jurist den Bezirkshauptmannschaften Wiener Neustadt bzw. Wien Umgebung zugeteilt; 1970-1973 Bezirkshauptmannstellvertreter in Gmünd; 1974-1977 Bezirkshauptmannstellvertreter in Gänserndorf; von Beginn des Jahres 1978 bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand Ende 2002 Bezirkshauptmann des Verwaltungsbezirks Mistelbach; 1999 Verleihung des Ehrenrings der Stadtgemeinde Mistelbach; beigesetzt auf dem Mistelbacher Friedhof

 

Quellen:

-) Heimatbuch des Verwaltungsbezirks Mistelbach – Band III, Der Bezirk Mistelbach und seine Gemeinden 1945 – 2005 (2005), S. 133
-) Die letzten Ruhestätten der in Wien bestatteten früheren Bezirkshauptmänner konnten meist mittels der Verstorbenensuche – Online Services Friedhöfe Wien eruiert werden.


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Neugasse

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden im Westen Mistelbachs, entlang der Wienerstraße (heute: Josef Dunkl-Straße), das städtische Gaswerk (1902) und der Landesbahnhof (1906) errichtet. In den Jahren nach der Eröffnung dieser bedeutenden Infrastruktureinrichtungen folgte die weitere bauliche Erschließung des neuen Stadtteils und in der Sitzung vom 6. November 1910 beschloss der Mistelbacher Gemeinderat, dass die „rechts von der Wienerstraße abzweigende neue Straße“ den Namen „Neugasse“ erhalten sollte.

Wo befindet sich die Neugasse?

Quellen:
-) Mistelbacher Bote, Nr. 46/1910, S.3f

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Schillinggasse (Kettlasbrunn)

Im Zuge der Einführung offizieller Straßenbezeichnungen in der Katastralgemeinde Kettlasbrunn durch Gemeinderatsbeschluss vom 14.12.2004 wurde zur Erinnerung an die wenige Jahre zuvor vom Euro abgelöste österreichische Währung eine im Ort gelegene Sackgasse Schillinggasse benannt. Dass es mit dem von 1938 bis 1954 hier wirkenden Pfarrer Karl Schilling auch einen Kettlasbrunner Ehrenbürger dieses Namens gab, war dem mit der Ausarbeitung der Namensvorschläge betrauten Komitee um die damalige Ortsvorsteherin Annemarie Dietrich bekannt, spielte jedoch bei der Namensgebung keine Rolle.

Wo befindet sich die Schillinggasse?

Quellen:
-) Gemeinderatsprotokoll vom 14.12.2004
-) Auskunft Fr. Annemarie Dietrich

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„Dokumentationsreihe alter Ansichten, Bilder und Kommentare“ in der Mistelbacher Rundschau

1974 erschien erstmalig die Zeitung „Mistelbacher Rundschau“ mittels der die SPÖ Gemeinderatsfraktion Mistelbach seither regelmäßig über ihre politische Arbeit, die Tätigkeit ihrer Organisationen und das Geschehen in der Stadt informiert. Seit 2002 findet sich darin unter dem Titel „Dokumentationsreihe alter Ansichten, Bilder und Kommentare“ – eine Kultur- und Bildungsinitiative der SPÖ Gemeinderatsfraktion Mistelbach auch eine von Vzbgm. a.D. Reg. Rat Alfred Englisch gestaltete Beitragsreihe, die sich verschiedenen Themen der Geschichte Mistelbachs und seiner Katastralgemeinden widmet.

Übersicht über die bis Ende 2018 erschienenen geschichtliche Beiträge in der Mistelbacher Rundschau

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Ehrenbürger der Katastralgemeinden

In den bisher erschienenen Publikationen zur Geschichte der einzelnen Kastralgemeinden finden sich meist nur rudimentäre Angaben zu den Ehrenbürgern dieser ehemals selbstständigen Gemeinden bzw. oftmals wurde dieses Thema überhaupt nicht behandelt. Die löbliche Ausnahme bildet das Werk zur Geschichte Siebenhirtens von Prälat Franz Stubenvoll, dass eine vollständige Auflistung der Ehrenbürger beinhaltet.
Mittels aufwändiger Recherche in alten Lokalzeitungen konnten diese Aufzeichnungen nun ergänzt werden, doch auch die nachfolgende Darstellung kann natürlich keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Die Fragezeichen beim Verleihungsjahr bedeuten, dass zwar die Ernennung gesichert ist, allerdings Informationen zum genauen Zeitpunkt der Verleihung fehlen. Hinweise zur Ergänzung dieser Auflistung werden natürlich gerne entgegengenommen.

Ebendorf

? Dr. Josef Mitscha Ritter von Märheim (*1828, †1907) – Jurist, Bankfachmann, Landtagsabgeordneter und Gutsbesitzer 1
? Wenzel Panaček (*1860, †1934) – Schulleiter und Gemeindesekretär2
1916 Franz Dokaupil (*1870, †1939) – Bezirkshauptmann
 
Alois Wolf (*1873, †1946) – Bezirksoberkommissär und später Bezirkshauptmann in St. Pölten
 
Ferdinand Fallenbiegl (*1856, †1933) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1891-1919)3
1934 Dr. Engelbert Dollfuß (*1892, †1934) – Bundeskanzler und Führer des autoritären Ständestaat-Regimes
 
Ernst Rüdiger Starhemberg (*1899, †1956) – Vizekanzler und Heimwehrführer
 
Josef Reither (*1880, †1950) – Landeshauptmann und Bundesminister
1965 Jakob Richard (*1902, †1995) – Landwirt und Bürgermeister (1947-1965)4

 

Eibesthal

? Josef Karl sen. (*1831, †1915) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1882-1894)5
1898 Franz Riedling (*1856, †1920) – Pfarrer in Eibesthal, später in Prinzendorf und Dechant des Dekanats Wilfersdorf 6
1904 Dr. Alfons Freiherr Klezl von Norberg (*1858, †1942) – Bezirkshauptmann7
1916 Franz Dokaupil (*1870, †1939) – Bezirkshauptmann
 
Alois Wolf (*1873, †1946) – Bezirksoberkommissär und später Bezirkshauptmann in St. Pölten
1920 Leopold Strobl (*1851, †1927) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1906-1919)8
 
Johann Kummenecker (*1841, †1926) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1894-1906)9
1923 Josef Sperling (*1863, †1950) – Pfarrer10
 
Rudolf Wedra (*1863, †1934) – Oberlehrer i. R., gew. Reichsratsabgeordneter und Mitglied der prov. bzw. konstituierenden Nationalversammlung von Deutschösterreich11
1934 Dr. Engelbert Dollfuß (*1892, †1934) – Bundeskanzler und Führer des autoritären Ständestaat-Regimes
 
Ernst Rüdiger Starhemberg (*1899, †1956) – Vizekanzler und Heimwehrführer
 
Josef Reither (*1880, †1950) – Landeshauptmann und Bundesminister
1948 Franz Kletzer (*1858, †1949) – Wirtschaftsbesitzer12
1951 Dr. Karl Mattes (*1905, †1969) – Bezirkshauptmann und später Leiter der Agrarbezirksbehörde
 
Jakob Fried (*1885, †1967) – Prälat
13
1953 Ferdinand Fried (*1873, †1958) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1945-1950)14

 

Frättingsdorf15

? Johann Schreiber (*1872, †1955) – Schmiedemeister16
1886 Wilhelm Hubmayer (*?, †?) – Stationsvorstand der Staatsbahnstation Frättingsdorf17
1899 Johann Bažant (*1848, †1920) – Bezirkshauptmann18
1904 Johann Helnwein (*1843, †1919) – Pfarrer und Dechant in Laa a.d. Thaya19
1910 Martin Steingassner (1838, †1917) – Ziegelfabrikant20
1916 Franz Dokaupil (*1870, †1939) – Bezirkshauptmann
 
Alois Wolf (*1873, †1946) – Bezirksoberkommissär und später Bezirkshauptmann in St. Pölten
1919 Leopold Welzl (*1862, †1957) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1907-1919)21
1922 Adolf Schaffer (*1859, †1946) – Schuldirektor und Gründungsmitglied der Feuerwehr Frättingsdorf22
1931 Georg Zohmann (*1857, †1937) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1895-1907)
1934 Dr. Engelbert Dollfuß (*1892, †1934) – Bundeskanzler und Führer des autoritären Ständestaat-Regimes
 
Ernst Rüdiger Starhemberg (*1899, †1956) – Vizekanzler und Heimwehrführer
 
Josef Reither (*1880, †1950) – Landeshauptmann und Bundesminister
1950 Josef Kraus (*1890, †1971) – Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft und Bauernbundpräsident
1951 Dr. Karl Mattes (*1905, †1969) – Bezirkshauptmann und später Leiter der Agrarbezirksbehörde
1954 Georg Seidl (*1896, †1968) – Nationalratsabgeordneter23
 
Heinrich Widmayer (*1891, †1977) – Nationalratsabgeordneter24
1963 Josef Hilgarth (*1898, †1975) – Landesrat
 
Dipl.-Ing. Adolf Roppolt (*1897, †1984) – Hofrat beim Landesbauamt
1971 Matthias Bierbaum (*1916, †1995) – Landesrat für Agrarwesen25
 
Dipl.-Ing. Walter Thurner (*1920, †1996) – Baurat nö. Landesbauamt26
 
Johann Neckam (*1919, †2000) – Landwirt, Bürgermeister von Frättingsdorf (1958-1971) und später Gemeinderat der Stadtgemeinde Mistelbach

 

Hörersdorf

1886 Wilhelm Hubmayer (*?, †?) – Stationsvorstand der Staatsbahnstation Frättingsdorf27
1899 Johann Bažant (*1848, 1920) – Bezirkshauptmann 28
1910 Martin Steingassner (*1838, †1917) – Ziegelfabrikant29
1913 Theodor Stief (*1872, †1959) – Pfarrer und vormals Präfekt des erzbischöflichen Knabenseminars Oberhollabrunn30
1916 Franz Dokaupil (*1870, †1939) – Bezirkshauptmann
 
Alois Wolf (*1873, †1946) – Bezirksoberkommissär und später Bezirkshauptmann in St. Pölten
1932 Viktor Klinger (*1883, †1950) – Pfarrer 31
1934 Dr. Engelbert Dollfuß (*1892, †1934) – Bundeskanzler und Führer des autoritären Ständestaat-Regimes
 
Ernst Rüdiger Starhemberg (*1899, †1956) – Vizekanzler und Heimwehrführer
 
Josef Reither (*1880, †1950) – Landeshauptmann und Bundesminister
1951 Dr. Karl Mattes (*1905, †1969) – Bezirkshauptmann und später Leiter der Agrarbezirksbehörde

 

Hüttendorf[24]

1912 Karl Viktor Bechmann (*1864, †1944) – Landesbaurat und Leiter der Landes-Bauabteilung III32
1916 Franz Dokaupil (*1870, †1939) – Bezirkshauptmann
 
Alois Wolf (*1873, †1946) – Bezirksoberkommissär und später Bezirkshauptmann in St. Pölten
1919 Don Sales Reidinger (*1857, †1935) – Pfarrer und späterer Provinzial des Barnabitenordens in Österreich33
 
Josef Schreiber (*1865, †1938) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1901-1919)34
1932 Dr. Karl Buresch (*1878, †1936) – Landeshauptmann, zwischenzeitlich Bundeskanzler und später Bundesminister
1934 Dr. Engelbert Dollfuß (*1892, †1934) – Bundeskanzler und Führer des autoritären Ständestaat-Regimes
 
Ernst Rüdiger Starhemberg (*1899, †1956) – Vizekanzler und Heimwehrführer
 
Josef Reither (*1880, †1950) – Landeshauptmann und Bundesminister
1950 Josef Kraus (*1890, †1971) – Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft
 
Ferdinand Neudecker (*1870, †1951) – Landwirt und Gemeinderat a.D.
1953 Ludwig Lehner (*1873, †1956) – Hotelier in Innsbruck, zuvor auch Cafetier und Kinobesitzer35

 

Kettlasbrunn

? Maria Zornig (*1891, †1975) – Lehrerin und provisorische Schulleiterin36
1900 Franz Skala (*1840, †1912) – Oberverwalter des liechtensteinischen Gutes in Wilfersdorf37
1903 Karl Bock (*1864, †1938) – Pfarrer, Gründer des landwirtschaftlichen Casinos und der Raiffeisenkasse38
1910 Karl Viktor Bechmann (*1864, †1944) – nö. Landesbaurat39
 
Maria Städtner (*1851, †1928) – Wirtschaftsbesitzerin und Gönnerin des Ortes und der Pfarre40
1916 Franz Dokaupil (*1870, †1939) – Bezirkshauptmann
 
Alois Wolf (*1873, †1946) – Bezirksoberkommissär und später Bezirkshauptmann in St. Pölten
1934 Dr. Engelbert Dollfuß (*1892, †1934) – Bundeskanzler und Führer des autoritären Ständestaat-Regimes
 
Ernst Rüdiger Starhemberg (*1899, †1956) – Vizekanzler und Heimwehrführer
 
Josef Reither (*1880, †1950) – Landeshauptmann und Bundesminister
1951 Dr. Karl Mattes (*1905, †1969) – Bezirkshauptmann und später Leiter der Agrarbezirksbehörde
1954 Karl Schilling (*1906, †1994) – Pfarrer und später u.a. Pfarrer in Gänserndorf und Dechant des Dekanats Bockfließ41

 

Lanzendorf42

? Franz Schön (*1855, †1951) – Bürgermeister (1895-1919)
? Josef Kraus (*1882, †1965) – Bäckermeister und langjähriger Feuerwehrhauptmann
1916 Franz Dokaupil (*1870, †1939) – Bezirkshauptmann
 
Alois Wolf (*1873, †1946) – Bezirksoberkommissär und später Bezirkshauptmann in St. Pölten
1934 Dr. Engelbert Dollfuß (*1892, †1934) – Bundeskanzler und Führer des autoritären Ständestaat-Regimes
 
Ernst Rüdiger Starhemberg (*1899, †1956) – Vizekanzler und Heimwehrführer
 
Josef Reither (*1880, †1950) – Landeshauptmann und Bundesminister
 
(durch Beschluss des Gemeindeverwalters Josef Elbling wurden diese Ehrenbürgerschaftsverleihungen 1938 aberkannt43)
1951 Josef Elbling (*1873, †1957) – Bürgermeister (1924-1945)44
1956 Josef Pukl (*1879, †1965) – pens. Bahnarbeiter und Gemeindesekretär45
1966 Dr. Karl Mattes (*1905, †1969) – Leiter der Agrarbezirksbehörde und davor Bezirkshauptmann des Verwaltungsbezirks Mistelbach
 
Dipl.-Ing. Wilhelm Handler (*?, †?) – Leiter der Kulturtechnischen Abteilung der NÖ Agrarbezirksbehörde
 
Dipl.-Ing. Johann Pikal (*?, †?) – Projektierung und Bauleitung Güterweg „Triftweg“

 

Paasdorf46

? Josef Wegert (*1880, †1964) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1931-1938 & 1945-1948)
1895 Ignaz Seltenhammer (*1832, †1902) – Wirtschaftsbesitzer und langjähriger Gemeinderat47
1909 Johann Kastenhofer (*1849, †1929) – Pfarrer48
1916 Franz Dokaupil (*1870, †1939) – Bezirkshauptmann
 
Alois Wolf (*1873, †1946) – Bezirksoberkommissär und später Bezirkshauptmann in St. Pölten
1919 Leopold Rosner (*1859, †1934) – Wirtschaftsbesitzer
Bürgermeister (1899-1912 & 1916-1919)
49
1934 Dr. Engelbert Dollfuß (*1892, †1934) – Bundeskanzler und Führer des autoritären Ständestaat-Regimes
 
Ernst Rüdiger Starhemberg (*1899, †1956) – Vizekanzler und Heimwehrführer
 
Josef Reither (*1880, †1950) – Landeshauptmann und Bundesminister
1949 Engelbert Kainz (*1874, †1954) – Landwirt50
1951 Dr. Karl Mattes (*1905, †1969) – Bezirkshauptmann und später Leiter der Agrarbezirksbehörde

 

Siebenhirten51

1898 Wenzel Wurm (*1847, †1914) – Pfarrer52
1907 Franz Guganeder (*1863, †1944) – Schulleiter53
1916 Franz Dokaupil (*1870, †1939) – Bezirkshauptmann
 
Alois Wolf (*1873, †1946) – Bezirksoberkommissär und später Bezirkshauptmann in St. Pölten
1919 Anton Trischack (*1856, †1940) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1906-1919)
1929 Franz Stark (*1880, †1939) – Pfarrer
1934 Dr. Engelbert Dollfuß (*1892, †1934) – Bundeskanzler und Führer des autoritären Ständestaat-Regimes
 
Ernst Rüdiger Starhemberg (*1899, †1956) – Vizekanzler und Heimwehrführer
 
Josef Reither (*1880, †1950) – Landeshauptmann und Bundesminister
1949 Josef Trischak (*1869, †1952) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1919-1938)
1951 Dr. Karl Mattes (*1905, †1969) – Bezirkshauptmann und später Leiter der Agrarbezirksbehörde
1955 Jakob Strebl (*1904, †1992) – Volksschuldirektor54
1956 Johann Neydhart (*1891, †1977) – Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister (1945-1955)

 

Nachfolgend ein paar Anmerkungen zu (teils vermeintlichen) Massenverleihungen des Ehrenbürgerschaftsrechts:
-) Die Information, dass sämtliche Gemeinden des Verwaltungsbezirks Mistelbach dem Wiener Weihbischof, Dr. Godfried Marschall, 1910 die Ehrenbürgerschaft verliehen hätten – wie dies von mehreren Wiener Tageszeitungen berichtet wurde – ist falsch. Ihm wurde damals von einer Bürgermeisterdelegation lediglich eine schön gefertige Dankadresse überreicht.55
-) 1916 verliehen sämtliche Gemeinden des Verwaltungsbezirks Mistelbach Bezirkshauptmann Franz Dokaupil und Bezirksoberkommissär Alois Wolf die Ehrenbürgerschaft.56
-) Laut einem Bericht der „Arbeiter Zeitung“ soll Bezirkshauptmann Dr. Kwizda 1932 die Bürgermeister des Verwaltungsbezirks Mistelbach aufgefordert haben Dr. Karl Buresch, anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums als Landeshauptmann, zum Ehrenbürger zu ernennen.57 Dieser Aufforderung scheinen laut Berichten der „Reichspost“ bzw. der „Illustrierten Kronen-Zeitung“ 81 Gemeinden nachgekommen zu sein58, wobei sich eigenartigerweise keinerlei Erwähnung dieser Ehrung im „Mistelbacher Bote“ findet. Die Stadt Mistelbach gehörte jedenfalls nicht zu diesen 81 Gemeinden59, allerdings ist es möglich, dass sich neben Hüttendorf noch weitere Katastralgemeinden unter den 81 Gemeinden befanden.
-) 1934 verliehen alle Gemeinden des Gerichtsbezirks Mistelbach Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß, Vizekanzler Ernst Rüdiger Starhemberg und Landeshauptmann Josef Reither die Ehrenbürgerschaft60
-) Anlässlich seines 60. Geburtstages 1950, verliehen 100 Gemeinden des Verwaltungsbezirks Mistelbach Bundesminister Josef Kraus das Ehrenbürgerrecht.61 Zum damaligen Zeitpunkt zählte der Bezirk Mistelbach 127 Ortsgemeinden und einige davon (zB Mistelbach) hatten ihm diese Ehre bereits früher zuteil werden lassen. Es ist also recht wahrscheinlich, dass Kraus Ehrenbürger (beinahe) aller Mistelbacher Katastralgemeinden war, in die obige Auflistung wurden jedoch nur Katastralgemeinden aufgenommen, bei denen die Ehrenbürgeschaft auch tatsächlich durch Quellen belegt ist.
-) Unter den 25 Gemeinden des Gerichtsbezirks Mistelbach, die Bezirkshauptmann Dr. Karl Mattes im März 1951 das Ehrenbügerrecht verliehen, befanden sich auch die Katastralgemeinden Eibesthal, Frättingsdorf, Hörersdorf, Kettlasbrunn, Paasdorf und Siebenhirten62

Quellen (und Anmerkungen):

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Updates, Updates, Updates

Die Arbeit am Blog stand in den letzten zwei Monaten nicht still, auch wenn keine neuen Beiträge veröffentlicht wurden. Viel Recherchearbeit passierte in den vergangenen Wochen und deren interessante Ergebnisse werden bald in Form neuer Beiträge veröffentlicht.

Zum anderen wurden zahlreiche ältere Beiträge korrigiert, überarbeitet, um Bilder erweitert oder auf andere Art optimiert.
Hier eine kurze Übersicht:
-) Ehrenbürger der Stadt Mistelbach: alle bisher in der Literatur vorhandenen Auflistungen der Ehrenbürger Mistelbachs erwiesen sich als fehlerhaft, auch jene im Buch „125 Jahre Stadt Mistelbach“, auf deren Basis der Beitrag für diesen Blog erstellt wurde. Deshalb wurden Belege für alle Verleihungen gesucht und in der aktualisierten Liste werden diese angeführt, um deren Richtigkeit zu belegen.

Folgende Änderungen ergaben sich dadurch:

Neue (bisher „unbekannte“) Ehrenbürger: Bezirkshauptmann Franz Dokaupil und Bezirksoberkommissär Alois Wolf (beide 1916)

„falsche“ Ehrenbürger, die aus der Liste wieder gelöscht wurden:
Bei Pinselfabrikant Franz Mühl handelte es sich um keinen Ehrenbürger, ihm wurde 1910 nur das Bürgerrecht der Stadt verliehen;
Ebenso war Weihbischof Dr. Godfried Marschall nicht Ehrenbürger sämtlicher Gemeinden des Verwaltungsbezirks Mistelbach, auch wenn dies einige Tageszeitungen 1910 behaupteten. Tatsächlich überreichte ihm eine Delegation der Gemeinden des Bezirks lediglich eine schön gefertigte Dankadresse.

falsche Jahreszahl: die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Staatsrat Josef Kraus und Bundeswirtschaftsrat Georg Seidl fand nicht 1954, sondern 1937 statt

Auch das Thema der Aberkennung gewisser Ehrenbürgerrechte während der Zeit des Nationalsozialismus bzw. deren „Wiederinstandsetzung“ 1954 wird nun im Beitrag behandelt.

-) Ehrenringträger der Stadt Mistelbach: bei der ursprünglichen Liste wurde leider auf Vzbgm. a.D. Fritz Duda vergessen, dies wurde nun korrigiert und sämtliche Verleihungen des Ehrenrings mit Belegen versehen. Weiters werden nun auch die Ehrenringe erwähnt, die die Gemeinde während der Zwischenkriegszeit der FF Mistelbach für langjährige Mitglieder zur Verfügung stellte.

-) Mistelbacher Fotografen vor 1945: ein Foto des Fotografen Alfred Wolfram wurde online gestellt. Bereits vor einiger Zeit konnte als weiterer in Mistelbach tätiger Fotograf Josef Eibl hinzugefügt werden und neue Erkenntnisse zu Plaschil und Forstner wurden eingearbeitet.

-) Historische Mistelbacher Lokalzeitungen: In der Lücke zwischen dem Ende des „Bezirks-Bote“ und dem Erscheinen des „Untermanhartsberger Kreis-Blattes“ erschien wie sich nun herausstellte eine weitere kurzlebige Mistelbacher Zeitung mit dem Namen „Illustriter Bezirks-Bote“

… und zahlreiche weitere kleinere Korrekturen.

Weitere Aktualisierungen bestehender Beiträge werden in den nächsten Wochen stattfinden.

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Schöller, Alfred

Bürgermeister Alfred Schöller

* 26.9.1921, Lanzendorf
† 19.4.2000, Lanzendorf

Alfred Schöller wurde 1921 als siebentes von zehn Kindern in die Familie von Johann Schöller, Werkmeister bei der Landesbahn, und dessen Ehefrau Emilie, geb. Šobra, in Lanzendorf geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Bürgerschule in Mistelbach, trat er im September 1935 als Lehrling in die Zentralmolkerei Mistelbach ein. Dem Lehrabschluss folgte 1938/39 eine Ausbildung an der Molkereischule Wolfpassing (Bezirk Scheibbs), die Schöller mit ausgezeichnetem Erfolg absolvierte. 1940 wurde er zunächst zum Reichsarbeitsdienst und anschließend in die Deutsche Wehrmacht eingezogen. Unteroffizier Schöller, der mit mehreren Tapferkeitsauszeichnungen dekoriert wurde, war von 1941 bis 1942 als Militärbote in Südfrankreich und danach an der Ostfront eingesetzt. Im August 1943 wurde er in Russland durch eine Granatenexplosion schwer verwundet und nach längeren Lazarettaufenthalten in Warschau bzw. in Stein a.d. Oder, kehrte er 1944 als Betriebsleiter-Stellvertreter in die Molkerei Mistelbach zurück.

In der Zeit unmittelbar nach Kriegsende war Schöller neben seiner Tätigkeit in der Molkerei auch Polizist bei der Mistelbacher Stadtpolizei, wie dies ein Ausweis datiert auf Juni 1945 belegt und diesem ist auch das Bild rechts entnommen. Im Oktober desselben Jahres heiratete er Jola Marie Liebhart und dieser Ehe enstammten vier Kinder. Bald nach dessen Gründung engagierte er sich im Österreichischen Gewerkschaftsbund, war ab 1946 Betriebsrat in der Molkerei Mistelbach und 1948 auch Gründungsmitglied und später Obmann der Mistelbacher Ortsgruppe der Gewerkschaft der Privatangestellten. Im Zuge der ersten Gemeindevertretungswahl nach dem Krieg im Jahr 1950, zog er für die ÖVP in den Lanzendorfer Gemeinderat ein. Hatte bei der ersten Wahl noch die SPÖ die Stimmenmehrheit erreicht, konnte sich bei der Wahl 1955 dann die ÖVP als Sieger durchsetzen, und von 1955 bis Ende des Jahres 1966, dem Zeitpunkt der Eingemeindung Lanzendorfs zu Mistelbach, war Schöller Bürgermeister der Gemeinde Lanzendorf. Aber damit endete sein kommunalpolitisches Engagement keineswegs, denn von 1967 bis 1975 wirkte er als Stadtrat für Straßenbau und Verkehrswesen der Stadt Mistelbach und Ortsvorsteher der Gemeinde Lanzendorf. Bereits ab 1972 war er Betriebsleiter und von 1975 bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand, 1981, schließlich Direktor der Zentralmolkerei Mistelbach.

Bereits seit den 1980er Jahren befasste er sich mit lokalgeschichtlichen  Recherchen, veröffentlichte kleine Schriften (60 Jahre FF Lanzendorf, Festschrift Zentralmolkerei, etc.), und gemeinsam mit seiner Gattin Jolanda, und Johann Schön verfasste er die 1996 vom Dorferneuerungsverein herausgegebene Publikation „Lanzendorf: Einst und heute – eine kleine Ortschronik“. Neben seinem politischen Engagement war Schöller natürlich auch bei zahlreichen Lanzendorfer und Mistelbacher Vereinen aktiv und engagierte sich für die Gemeinschaft. Ein bleibendes Denkmal seines Wirkens ist die in den Jahren 1969-70 errichtete und dem hl. Florian geweihte Kirche in Lanzendorf. Die Vorarbeiten zu deren Planung begannen bereits mehr als zehn Jahre zuvor und als Obmann des Kapellenbauvereins war Schöller unermüdlicher Motor des Projekts, eifriger Spendensammler und Organisator der Einsätze der vielen freiwilligen Helfer. Gemeinsam mit Stadtpfarrer P. Volkmar Kraus, dem Architekten Albert Bürger und dem für die künstlerische Gestaltung verantwortlichen P. Ivo Schaible gilt er als einer der vier „Kirchenväter“ dieses neuerbauten Gotteshauses. Für seine großartige Leistung wurde er von Kardinal König mit dem Stephanus Orden in Silber, einer hohen Auszeichnung der Erzdiözese, geehrt.

1996 wurde ihm und weiteren Altbürgermeistern der Katastralgemeinden der Wappenring der Stadtgemeinde Mistelbach verliehen. Alfred Schöller erlag im Jahr 2000 einer Krebserkrankung und wurde auf dem Friedhof Mistelbach beerdigt. Aufgrund seiner großen Verdienste um das Gemeinwohl wurde noch im selben Jahr in Lanzendorf der Platz gegenüber seinem  Wohnhaus „Alfred Schöller-Platz“ benannt.

Quellen (und Anmerkungen):
-) Lebenslauf und Portraitfotos zur Verfügung gestellt von Dr. Alfred Schöller (Sohn)
-) Schöller, Alfred & Jolanda/ Schön, Johann: Lanzendorf – einst und heute, eine kleine Ortschronik (1996)
(in „Lanzendorf – einst und heute“ ist das Jahr der ersten Gemeinderatswahl irrtümlich mit 1949 angegeben, ein Fehler der dann auch im Buch „125 Jahre Stadt Mistelbach – ein Lesebuch“ übernommen wurde. Tatsächlich fanden die ersten freien Gemeinderatswahlen niederösterreichweit am 7. Mai 1950 statt, zuvor wurden die Gemeinderäte auf Basis der Nationalrats- bzw. Landtagswahlergebnisse laut Vorschlag der Parteien durch die Landesregierung ernannt; im Lebenslauf ist der Einzug in den Gemeinderat mit 1949 angegeben, wobei es sich hierbei um einen durch eingangs erwähnten Fehler hervorgerufenen Irrtum handeln dürfte, denn Anhaltspunkte für eine Nachnominierung durch die LReg wurden nicht gefunden)
-) Mistelbacher Gemeindezeitung, 3/2000, S. 20 (Nachruf)

Wo befindet sich der Alfred Schöller-Platz?

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Träger des Ehrenrings der Stadt Mistelbach

Neben dem Ehrenbürgerrecht wurde 1958 mit dem Ehrenring der Stadt Mistelbach eine weitere Auszeichnung für um das Wohl der Stadt verdiente Persönlichkeiten geschaffen. Damals wurde dafür ein eigenes Ehrenstatut vom Gemeinderat beschlossen. Die Verleihung erfolgt gemeinsam mit einer Urkunde und an der Innenseite des Rings ist der Name des Geehrten eingraviert. Die Bilder des Ehrenrings (unten) wurden freundlicherweise von Ehrenringträger Bürgermeister a.D. Reg.Rat Dipl.-Päd. Alfred Weidlich zur Verfügung gestellt. Daneben wurden im Laufe der Zeit vom Gemeinderat auch der Wappenring und der Partnerschaftsring als weitere Ehrenzeichen eingeführt.

Nachfolgend eine chronologische Auflistung aller Träger des Ehrenrings der Stadt Mistelbach. Als Jahr wird immer jenes der tatsächlichen Verleihung angegeben, dass vom Jahr der Beschlussfassung durch den Gemeinderat, bspw. im Falle einer Verleihung im Rahmen des Neujahrsempfangs, abweichen kann. Die angeführte Berufsbezeichnung bzw. Funktion bezieht sich immer auf den Zeitpunkt der Verleihung, gegebenenfalls werden auch spätere Karrierestationen angeführt.

1958 Dr. Otto Löwenstein (*1895, †1986) – Hofrat bei der Finanzlandesdirektion Wien, Niederösterreich und Burgenland1
 
Friedrich Bollhammer (*1898, †1969) – Direktor der Volks- und Hauptschule für Mädchen und Leiter des Heimatmuseums2
1960 Franz Lang (*1892, †1965) – Gärtnermeister und Stadtrat a.D.3
 
Franz Pazdera (*1900, †1978) – Direktor der Volks- und Hauptschule für Knaben und Vizebürgermeister4
1963 Dr. Ludwig Lang (*1902, †1989) – Leiter der Pädagogischen Abteilung bzw. später Sektionschef im Bundesministerium für Unterricht5
 
Mag. Karl Haider (*1918, †2002) – Landesschulratsdirektor[6]
1967 Dr. Leopold Speiser (*1922, †1998) – Bezirkshauptmann und später Landesamtsdirektor6
1970 Univ.-Prof. Dr. Herbert Mitscha-Märheim (*1900, †1976) – Archäologe und Frühgeschichtsforscher, Universitätsprofessor an der Universität Wien7
 
Dr. Adolf März (*1918, †1987) – Ministerialrat und später Sektionschef im Bundesministerium für Unterricht8
 
Dr. Agnes Niegl (*1913, †2008) – Ministerialrätin und später (erste) Sektionschefin im Bundesministerium für Unterricht9
1972 P. Volkmar Kraus SDS (*1913, †1983) – Stadtpfarrer10
1977 Mag. Karl Müller (*1912, †1996) – Bezirkshauptmann11
1980 Dr. Franz Loicht (*1933) – Ministerialrat im Ministerium für Bildung und Kultur12
1983 Dr. Hans Zeger (*1920, †1984) – Leiter der Abteilung für landwirtschaftliches Schulwesen bei der nö. Landregierung13
1988 P. Franz Seifert SDS (*1926, †2005) – Stadtpfarrer14
1989 Ernst Höger (*1945) – Landesrat für Gemeinde- und Wohnbauwesen und Landeshauptmannstellvertreter15
1996 P. Martin Bauer SDS (*1943) – Stadtpfarrer16
1999 Dr. Herbert Foitik (*1939, †2009) – Bezirkshauptmann17
 
Georg Stangl (*1927, †2006) – Landtagsabgeordneter a.D. und Vizebürgermeister a.D.18
 
Vinzenz Staffel (*1931, †2005) – pens. Gemeindebediensteter, Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter a.D. und Bezirksfeuerwehrkommandant a.D.19
 
Andreas Grum (*1937) – pens. Werkmeister und langjähriger Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mistelbach20
2004 Heinrich Kuba (*1937) – Nationalratsabgeordneter a.D. und Stadtrat a.D.21
2006 Friedrich Duda (*1939) – Kaufmann i.R. und Vizebürgermeister a.D.22
2010 Alfred Englisch (*1945) – pens. Postbediensteter und Vizebürgermeister a.D.23
 
P. Hermann Jedinger SDS (*1945) – Stadtpfarrer24
2011 Dipl.-Ing. Werner Kummerer (*1948) – Nationalratsabgeordneter a.D. und Vizebürgermeister a.D.25
2016 Alfred Weidlich (*1948) – Berufsschuldirektor i.R. und Bürgermeister (1989-1997)26

In der Zwischenkriegszeit verlieh die Mistelbacher Feuerwehr an Mitglieder, die ihr seit 25 Jahren angehörten, Ehrenringe. Diese Ehrenringe wurden laut den damaligen Gemeinderatsprotokollen über Ersuchen der Feuerwehr von der Gemeinde zur Verfügung gestellt – es handelte sich dabei jedoch um keine Ehrung durch die Stadt Mistelbach.27

Quellen (und Anmerkungen):
-) Grimus, Dr. Norbert: „125 Jahre Stadt Mistelbach“ In: Exl, Mag. Engelbert: 125 Jahre Stadt Mistelbach – Ein Lesebuch (1999), S. 27f
-) Göstl, Georg/ Leithner, Johann/ Weidlich, Alfred/ Steiner, Oskar/ Kummer, Johann: Mistelbacher Chronik von 1914 bis 1988, Band IV (1989) der Reihe Mistelbach in Vergangenheit und Gegenwart

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Differtenweg

1997 benannt nach der im Saarland gelegenen, ehemals selbstständigen, deutschen Gemeinde Differten, die 1974 als Ortsteil der Gemeinde Wadgassen angegliedert wurde. Im Jahr 1971 begannen die freundschaftlichen Kontakte zwischen den Freiwilligen Feuerwehren Mistelbach und Differten, als die Mistelbacher Florianijünger anlässlich der Teilnahme an einem Feuerwehrwettkampf in Saarlouis im nahegelegenen Differten untergebracht waren. Seit damals gab es immer wieder freundschaftliche Begegnungen im Rahmen verschiedener (internationaler) Wettkämpfe und die FF Differten nahm auch an dem 1974 in Mistelbach abgehaltenen niederösterreichischen Landesfeuerwehrleistungsbewerb teil. Am 27. Mai 1978 wurde die Partnerschaft der beiden Wehren im Rahmen des 70-jährigen Jubiläums der Feuerwehr Differten durch ein Freundschaftsabkommen offiziell begründet. Die Namensgebung erfolgte gleichzeitig mit der Benennung der umliegenden Gassen Welsbergweg, Bienenbüttelgasse und Hegerstraße, die allesamt einen Feuerwehrbezug aufweisen.

Wo liegt Differten?

 

Wo befindet sich der Differtenweg?

 

Quellen:
-) Leithner, Johann: „Über unsere Straßennamen und deren Bedeutung“ In: Exl, Mag. Engelbert: 125 Jahre Stadt Mistelbach – Ein Lesebuch (1999), S. 237
-) Chronik der Feuerwehr Differten von anno 1894 bis zum Jahre 2000

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Regesten zur Geschichte der Pfarre Eibesthal von Franz Riedling (Download)

Pfarrer Franz Riedling (*1856, †1920)[1], der von 1885 bis 1898 die Pfarre Eibesthal betreute und als einer der Initiatoren der Eibesthaler Passionsspiele gilt, veröffentlichte 1909 im Rahmen einer im Wiener Diözesanblatt erschienenen Beitragsreihe Regesten[2] zur Geschichte der Pfarre Eibesthal. Ergänzt sind die Regesten um Notizen und ausführliche Erläuterungen, sodass dieses Werk wohl als erste umfassende Aufarbeitung der Geschichte Eibesthals gelten kann. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Riedling anlässlich seines Abschieds von Eibesthal zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt.[3] Anschließend war er Pfarrer in Prinzendorf und Dechant des Dekanats Wilfersdorf und später bis zu seinem Tod Pfarrer in Schwechat. Er verfasste auch zahlreiche weitere Abhandlungen über die Geschichte verschiedener Pfarren der Erzdiözese Wien, die ebenfalls im Wiener Diözesanblatt veröffentlicht wurden.

Seine auf mehrere Ausgaben des Diözesanblattes verteilte Beitragsserie zur Geschichte der Pfarre Eibesthal wurde zur Veröffentlichung im Rahmen dieses Blog zu einem pdf-Dokument zugesammengefasst, das auch mittels Volltextsuche durchsucht werden kann.

Hier der Link zu Riedlings Regesten zur Geschichte der Pfarre Eibesthal
(Download: rechter Mausklick auf den Link und „Ziel speichern unter …“ auswählen oder nach dem Öffnen des Links rechts oben auf das Downloadsymbol klicken)

Quellen:
1 Pfarre Schwechat: Sterbebuch (1920-1933), Fol. 9
Eintrag Sterbebuch Pfarre Schwechat
2 Regesten: Spezielle Publikationsform im Bereich der Geschichtswissenschaft; „Zusammenfassung der Inhalte von Urkunden mit Datierung, kurzen Angaben (Kopfregesten) oder auch mit ausführlicher Nennung aller Namen.“
Art. Regesten auf aeiou.at – Österreich Lexikon
3 Reichspost, 28. Dezember 1898, S. 4 (ONB: ANNO)

Die Quellenangaben zu den Beiträgen im Wiener Diözesanblatt finden sich zusammengefasst am Ende des pdf-Dokuments.

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