Florianiplatz

Mit Gemeinderatsbeschluss vom 9. März 1965 wurde der Platz vor dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Mistelbach „Florianiplatz“ benannt.1 Noch Ende des 18. Jahrhunderts befanden sich die Feuerlöschrequisiten der Gemeinde in einer Hütte neben dem Gemeindebrunnen im südlichen Teil des Hauptplatzes.2 Vermutlich seit dem frühen 19. Jahrhundert, und jedenfalls lange vor Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Mistelbach im Jahr 1879, wurden die Feuerlöschgeräte der Gemeinde bereits am Standort des heutigen Feuerwehrhauses gelagert. Der neue Aufbewahrungsort scheint auch aufgrund der Nähe zum 1875 abgebrochenen Turm des Alten Rathauses (heute: Erste Bank), der früher auch als Feuerwachturm genutzt wurde, gewählt worden zu sein.

Eine Statute des heiligen Florian, des Schutzpatrons der Feuerwehr, ziert auch das im Rahmen des in Mistelbach abgehaltenen 44. Landes-Feuerwehrtages im Juni 1960 eingeweihte heutige Zeughaus. Diese Statute war ursprünglich Teil der Florianikapelle, die sich im Kreuzungsbereich Oserstraße/Mitschastraße befand, und gemeinsam mit der alten Spitalskirche 1904 abgetragen wurde.3

Ende der 1950er Jahre: Der damals noch namenlose Platz mit dem ehemaligen Schießstattgebäude und dem alten, etwa 1930 erbauten Zeughaus

 

Die St. Florian-Statue am Feuerwehrhaus

 

Wo befindet sich der Florianiplatz?

 

Bildnachweis:
-) Ausschnitt einer Ansichtskarte aus der Sammlung von Herrn Gerhard Lichtl, digitalisiert von Otmar Biringer
-) Florianistatue: Thomas Kruspel, 2020

Quellen:

  1. Mitteilungen der Stadtgemeinde Mistelbach, Folge 112, März 1965 – Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 9. März 1965
  2. Spreitzer, Prof. Hans: Von den Häusern, Straßen, Gassen und Plätzen Mistelbachs in Mistelbach Geschichte Band I (1974)S. 203fij
  3. Jakob, Christa: Kulturdenkmäler Mistelbach, Band I (2015), S. 53, 75
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