Gemeindevertretung Lanzendorf (1850-1966)

Dieser Beitrag ist der Versuch der Rekonstruktion der Gemeindevertretungen unter Berücksichtigung der Wahlperioden und Einbeziehung der überlieferten Ergebnisse der Gemeindewahlen während der Zeit der Existenz der selbstständigen Gemeinde Lanzendorf im Zeitraum 1850 bis 1966. Zwecks Begriffserläuterung bzw. Darstellung der Entwicklung der gewählten Organe der Gemeindevertretung im Laufe der Zeit und des damit verbundenen Wahlrechts wird ein gesonderter Beitrag auf diesem Blog erscheinen.

1850-18611
Bürgermeister: Josef Kothmayer, Halblehner
Gemeinderäte: F. Faber, Halbblehner; Georg Panzer, Schuhmacher
weiters gehörten dem Gemeindeausschuss an: F. Klingisch, Viertellehner; F. Kothmayer, Dreiviertellehner; F. Kothmayer sen., Ganzlehner; Jacob Kothmayer, Halblehner; Jacob Kothmayer sen., Ganzlehner; L. Matz, Viertellehner; G. Schiller, Viertellehner; M. Sedelmeier, Viertellehner; F. Strobl, Dreiviertellehner;
Der Gemeindeausschuss bestand aus 12 Mitgliedern.

1861-18642
Bürgermeister: Josef Kothmayer, Landwirt
1. Gemeinderat: Georg Panzer, Schuhmacher
2. Gemeinderat: Jakob Kothmayer, Landwirt
weiters gehörten dem Gemeindeausschuss an: Josef Bauer, Landwirt; Andreas Gspan, Fassbinder; Georg Kainz, Landwirt; Franz Kothmayer, Landwirt; Josef Kothmayer, Landwirt; Franz Newald, Landwirt; Lorenz Richter, Landwirt; Paul Schön, Landwirt; Josef Strobl, Landwirt;
Der Gemeindeausschuss bestand aus 12 Mitgliedern.

1864-18673
Bürgermeister: Georg Panzer, Schuhmacher
1. Gemeinderat: Franz Binder, Müller
2. Gemeinderat: Paul Schön, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 8 Mitgliedern (4 aus dem 1. und 4 aus dem 2. Wahlkörper)

1867-18704
Bürgermeister: Georg Panzer, Schuhmacher
1. Gemeinderat: Joseph Bauer, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Michael Rieth, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 8 Mitgliedern.

1870-18735
Bürgermeister: Franz Schön, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Joseph Bauer, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Franz Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 8 Mitgliedern.

1873-18766
Bürgermeister: Franz Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Michael Rieth, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Lambert Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 8 Mitgliedern.

1876-18797
Bürgermeister: Leopold Stacher, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Michael Rieth, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Franz Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 8 Mitgliedern.

1879-18828
Bürgermeister: Leopold Stacher, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Franz Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Johann Sieber, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 8 Mitgliedern.

1882-18859
Bürgermeister: Michael Rieth, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Leopold Stacher, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Johann Sieber, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 8 Mitgliedern.

1885-188810
Bürgermeister: Lambert Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Lorenz Schön, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Josef Faber, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 8 Mitgliedern.

1888-189211
Bürgermeister: Lambert Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Franz Klingisch, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Johann Sieber, Wirtschaftsbesitzer
weiters gehörten dem Gemeindeausschuss an: Jakob Tatzer, Wirtschaftsbesitzer; Josef Schweinwerther, Wirtschaftsbesitzer; Franz Kainz, Wirtschaftsbesitzer; Franz Förster, Wirtschaftsbesitzer; Franz Schön, Wirtschaftsbesitzer; Leopold Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer
Entgegen der Angabe im niederösterreichischen Amtskalender dürften dem Gemeindeausschuss jedenfalls bereits ab 1888 9 statt 8 Mitglieder angehört haben.

Als Ersatzmänner wurden gewählt: Mathias Sieber, Wirtschaftsbesitzer; Paul Kusselbauer, Wirtschaftsbesitzer; Josef Schöffböck, Hausbesitzer

1892-189612
Bürgermeister: Lambert Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Johann Koch, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Ernest Nekam, Wirtschaftsbesitzer
weiters gehörten dem Gemeindeausschuss an: Leopold Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer Nr. 70; Franz Schön, Wirtschaftsbesitzer; Josef Faber, Wirtschaftsbesitzer; Paul Kußelbauer, Wirtschaftsbesitzer; Jakob Tatzer, Wirtschaftsbesitzer Nr. 75; Franz Kainz, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 9 Mitgliedern (siehe Anmerkung zur Periode 1888-1892).

Als Ersatzmänner wurden gewählt: Josef Tatzer, Wirtschaftsbesitzer Nr. 67; Mathias Sieber, Wirtschaftsbesitzer; Johann Schiller, Wirtschaftsbesitzer

1896-190013
Bürgermeister: Franz Schön, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Josef Faber, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Franz Klingisch, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss scheint bereits seit 1888 und nicht erst wie im Niederösterreichischen Amtskalender angegeben ab 1898 aus 9 Mitgliedern bestanden zu haben.

Es besteht die Hoffnung, dass sich die weiteren dem Gemeindeausschuss angehörenden Personen für diese Periode bei einem demnächst stattfindenden Besuch in der nö. Landesbibliothek noch klären lassen können.

1900-190614
Bürgermeister: Franz Schön, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Josef Faber, Wirtschaftsbesitzer
2. Gemeinderat: Franz Klingisch, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 9 Mitgliedern.

1906-191315
Bürgermeister: Franz Schön, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Johann Parsch, Schuhmachermeister
2. Gemeinderat: Michael Schiller, Wirtschaftsbesitzer
3. Gemeinderat: Florian Pretz, Wirtschaftsbesitzer
Der Gemeindeausschuss bestand aus 12 Mitgliedern.

1913-191916
Die Gemeindeausschusswahl fand am 26. Jänner 1913 statt und es wurden in drei Wahlkörpern jeweils vier Kandidaten gewählt. Nach der konstituierenden Sitzung setzte sich der Gemeindeausschuss wie folgt zusammen:
Bürgermeister: Franz Schön, Wirtschaftsbesitzer
1. Gemeinderat: Johann Parsch, Schuhmachermeister
2. Gemeinderat: Michael Schiller, Wirtschaftsbesitzer
3. Gemeinderat: Florian Pretz, Wirtschaftsbesitzer
weiters gehörten dem Gemeindeausschuss als Gemeindebeiräte an: Johann Koch, Hermann Körbel, Leopold Kothmayer, Josef Meißl, Leopold Schiller, Martin Schiller, Matthias Schön, Leopold Stacher
Der Gemeindeausschuss bestand aus 12 Mitgliedern.

Bei der Wahl 1913 dürften erstmals auch sozialdemokratische Kandidaten (zumindest scheinen einige davon später als Mandatare dieser Partei auf) angetreten sein. Da im Gegensatz zu den Reichsratswahlen, wo seit 1907 das allgemeine und gleiche Männerwahlrecht galt, auf Gemeindeebene bis zum Untergang der Monarchie das die ärmeren Bevölkerungsschichten ausschließende bzw. benachteiligende Kurienwahlrecht herrschte, war dieses Antreten nicht erfolgreich.

1919-192417
Das Ergebnis der Gemeinderatswahl 1919 ist leider nicht überliefert. Da sich in Lanzendorf erst 1922 eine sozialdemokratische Lokalorganisation gründete18, war diese Partei bei den ersten Gemeinderatswahlen 1919 jedenfalls nicht angetreten.

Bürgermeister: Peter Kraus, Müllermeister
Vizebürgermeister: Leopold Kothmayer, Wirtschaftsbesitzer
Von den weiteren zehn Mitgliedern des Gemeinderates sind lediglich die nachfolgend genannten Herren bekannt: Hermann Körbel, Eduard Kothmayer, Martin Schiller, Leopold Stacher, August Tatzer
Der Gemeinderat bestand aus 12 Mitgliedern.

Im Juni 1924 legte Bürgermeister Kraus sein Amt aufgrund von Arbeitsüberlastung nieder, er gehörte jedoch weiterhin dem Gemeinderat an.19 Als sein Nachfolger wurde der bisherige Vizebürgermeister Leopold Kothmayer gewählt, der dieses Amt bis zur turnusgemäßen Neuwahl des Gemeinderats im November des selben Jahres ausübte.20

1924-192921
Die Gemeinderatswahl am 30. November 1924 brachte nachfolgendes Ergebnis:
Wirtschaftspartei: 9 Mandate; Sozialdemokraten: 67 Stimmen und 3 Mandate22

Vielerorts schlossen sich Christlich-Soziale und Großdeutsche unter dem Listennamen „Wirtschaftspartei“ zusammen, um geschlossen gegen die Sozialdemokraten aufzutreten. Denn obwohl in Lanzendorf eigentlich kein Wahlsieg der Sozialdemokraten zu erwarten war, einte die Sorge/Angst vor einem roten Bürgermeister ihre politischen Gegner.

Die konstituierende Sitzung fand am 26. Dezember 1924 statt und brachte folgendes Ergebnis:
Bürgermeister:
Josef Elbling (Wirtschaftspartei)
Vizebürgermeister: Jakob Tatzer (Wirtschaftspartei)
geschäftsführende Gemeinderäte: Johann Schweinwerther (Wirtschaftspartei), Anton Vielnascher (Sozialdemokratische Partei)
Gemeinderäte: Josef Achatz (Sozialdemokratische Partei), Johann Fallnbigl (Wirtschaftspartei), Leopold Klinisch (Wirtschaftspartei), Franz Koch (Wirtschaftspartei), Paul Kuselbauer (Wirtschaftspartei), Paul Lind (Sozialdemokratische Partei), Josef Pausch (Wirtschaftspartei), Josef Schöfbeck (Wirtschaftspartei)
Der Gemeinderat bestand aus 12 Mitgliedern.

1929-193423
Die Gemeinderatswahl vom 10. November 1929 brachte nachfolgendes Ergebnis:
zu vergebende Mandate: 13; Wahlberechtigte: 307; abgegebene gültige Stimmen: 263, diese verteilten sich auf die wahlwerbenden Parteien wie folgt:

Wirtschaftspartei Sozialdemokraten Landbund und Großdeutsche Volkspartei
Stimmen Mandate Stimmen Mandate Stimmen Mandate
172 (65,4%) 9 67 (25,5%) 3 24 (9,1%) 1

Unter dem Namen „Landbund und Großdeutsche Volkspartei“ kandidierten in Lanzendorf die Anhänger bzw. Vertreter der Heimwehr. Seitens der Sozialdemokraten wurde kritisiert, dass die „Hahnenschwanzler“ versuchten gesinnungslose Wähler mit Wein, Wurst und Speck „zu kaufen“.24 Nachdem sie jedoch nur ein Mandat erzielen konnten, scheint diese Strategie nicht allzu erfolgreich gewesen zu sein, und das Ergebnis blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Nachdem das bei dieser Wahl neu hinzugekommene 13. Mandat an den Landbund ging, ergab sich für Wirtschaftspartei und Sozialdemokraten mandatsmäßig keine Veränderung gegenüber der Wahl im Jahr 1924.25

Bürgermeister: Josef Elbling (Wirtschaftspartei)
Vizebürgermeister: Johann Schweinwerther (Wirtschaftspartei)
geschäftsführende Gemeinderäte: Franz Koch (Wirtschaftspartei); Josef Achatz (Sozialdemokratische Partei)
Von den weiteren neun Mitgliedern des damaligen Gemeinderates sind lediglich Paul Lind und Josef Kopp (beide: Sozialdemokratische Partei) überliefert.

1934-193826
Bürgermeister: Josef Elbling
Bürgermeisterstellvertreter: Johann Schweinwerther
Über die weitere Zusammensetzung des Gemeindetages liegen keine Informationen vor.

1938-1945
Bürgermeister Elbling führte nach dem sogenannten „Anschluss“ und der Auflösung des Gemeindetags durch Beschluss der von den Nationalsozialisten eingesetzten Landesregierung zunächst als Gemeindeverwalter weiterhin die Amtsgeschäfte,27 bevor er Anfang des Jahres 1939 neuerlich zum Bürgermeister ernannt wurde.
Die Gemeindevertretung setzte sich ab diesem Zeitpunkt wie folgt zusammen28:
Bürgermeister: Josef Elbling, Landwirt, Nr. 126
Beigeordnete: Josef Schwediauer, Obermüller, Nr. 17 (auch Bürgermeisterstellvertreter)29; Franz Stubenvoll, Landwirt, Nr. 42

Elbling war der einzige Bürgermeister der einst selbstständigen Gemeinden der späteren Großgemeinde Mistelbach, der in den 1920er Jahren demokratisch gewählt wurde und auch während der gesamten Dauer der NS-Herrschaft im Amt blieb.

1945-1950
Unmittelbar nach Einmarsch der sowjetischen Truppen wurden Josef Schön und Leopold Klinisch (beide später ÖVP) von der Besatzungsmacht als Bürgermeister-Doppelspitze eingesetzt.30

Von 1946 bis 1948 scheinen dann folgende Personen an der Spitze der Gemeinde auf31:
Bürgermeister: Rudolf Kothmayer, Landwirt (ÖVP)
Vizebürgermeister: Josef Kothmayer (KPÖ)
Gemeinderäte: Paul Lind (KPÖ); Die weiteren Gemeinderäte sind nicht überliefert, lediglich die Mandatsverteilung ist bekannt: ÖVP 5 Mandate, SPÖ 4 Mandate, KPÖ 2 Mandate32 – somit gehörten dem Gemeinderat 11 Personen an.

Die SPÖ war bei den nach dem Krieg abgehaltenen Nationalrats- und Landtagswahlen in Lanzendorf als stimmenstärkste Partei hervorgegangen und da sich an diesen Wahlergebnissen grundsätzlich auch die Zusammensetzung des provisorischen Gemeinderates orientierte, stellten die Sozialdemokraten – wie für die stimmenstärkste Partei üblich – den Anspruch auf das Amt des Bürgermeisters. Diese relative Mehrheit spiegelte sich in der Mandatsverteilung, die auf einer Vereinbarung der drei Ortsparteien und damit auch der Zustimmung der SPÖ beruhte, allerdings nicht wider (siehe oben) und ein ungewöhnliches Zwecksbündnis zwischen ÖVP und KPÖ im Lanzendorfer Gemeinderat verwehrte der SPÖ nicht nur das Amt des Bürgermeisters, sondern auch jenes des Vizebürgermeisters. Dies sorgte naturgemäß für großen Unmut auf Seiten der SPÖ-Mandatare. Aus diesem Grund und aus Protest gegen die Amtsführung von Bürgermeister Kothmayer legten Anfang September 1948 die Mitglieder der SPÖ-Fraktion im Gemeinderat ihre Mandate nieder und somit war die Landesregierung gezwungen den Gemeinderat wegen Handlungsunfähigkeit aufzulösen.33 Bürgermeister Kothmayer war somit abgesetzt und seitens der Landesregierung wurde Alois Schmerold (SPÖ) als Gemeindeverwalter eingesetzt, der die Gemeindegeschäfte bis zur Neukonstituierung des Gemeinderates führen sollte.34 Aufgrund des Widerstands der anderen beiden Fraktionen, die mehreren Einladungen zu einer konstituierenden Sitzung nicht Folge leisteten, verzögerte sich die Neubildung des Gemeinderats über einige Wochen.

Schließlich konnte am 30. Jänner 1949 letztlich doch die konstituierende Sitzung abgehalten werden und der neue provisorische Gemeinderat bestand aus 8 SPÖ-Mandataren, 5 ÖVP-Mandataren sowie 2 KPÖ-Mandataren. Dieser Gemeinderat, in dem die SPÖ über eine absolute Mehrheit verfügte setzte sich personell wie folgt zusammen35:
Bürgermeister: Alois Ulz (SPÖ)
Vizebürgermeister: Josef Baronbeck (SPÖ)
Geschäftsführende Gemeinderäte: Alois Schmerold (SPÖ), Josef Kummerer (SPÖ), Franz Newald (SPÖ)
Gemeinderäte: Leopold Klinisch (ÖVP), Josef Kothmayer (KPÖ), Rudolf Kothmayer (ÖVP), Paul Lind (KPÖ), Anton Rath (SPÖ), Martin Schiller (ÖVP), Josef Schön (ÖVP), Josef Schwarz (SPÖ), Karl Stacher (ÖVP), Josef Vielnascher (SPÖ)

Die Vertreter der KPÖ und ÖVP waren zwar bei dieser konstituierenden Sitzung anwesend, verzichteten allerdings auf Wahlvorschläge für die ihnen zustehenden Mitglieder im Gemeindevorstand, und brachten so ihren Unwillen zur Beteiligung an der Gemeindearbeit unter SPÖ-Führung zum Ausdruck, sodass ausschließlich SPÖ-Mandatare gewählt wurden. Die ÖVP- und KPÖ-Vertreter erklärten in der darauffolgenden Gemeinderatssitzung jegliche Mitarbeit im Gemeinderat auszusetzen bis ein Mitte Februar 1949 in der sozialdemokratischen Regionalzeitung „Volksbote“ erschienener Artikel widerrufen würde. Dies dürfte geschehen sein oder man verständigte sich anderweitig, denn ab März beteiligten sich wieder alle Parteien aktiv an der Gemeindearbeit bis im Jahr darauf der Gemeinderat erstmals wieder durch die Bevölkerung gewählt wurde.

1950-195536
Gemeinderatswahl 7. Mai 1950 37
zu vergebende Mandate: 13; Wahlberechtigt: 336; abgegebene Stimmen: 319 (Wahlbeteiligung: 94,5%); ungültig: 18, gültig: 301, letztere verteilten sich auf die wahlwerbenden Parteien wie folgt:

SPÖ ÖVP Linksblock (KPÖ)
Stimmen Mandate Stimmen Mandate Stimmen Mandate
157 (52,1%) 7 114 (37,9%) 5 30 (10%) 1

Nach der konstituierenden Sitzung vom 23. Mai 1950 setzte sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
Bürgermeister: Alois Ulz (SPÖ)
Vizebürgermeister: Josef Baronbeck (SPÖ)
Geschäftsführende Gemeinderäte: Alois Schmerold (SPÖ), Alfred Schöller (ÖVP), Josef Schön (ÖVP)
Gemeinderäte: Franz Bauer (ÖVP), Karl Körbl (ÖVP), Josef Kothmayer (KPÖ), Josef Kummerer (SPÖ), Franz Newald (SPÖ), Johann Paar (SPÖ), Josef Schwarz (SPÖ), Karl Stacher (ÖVP)

Im August 1951 legte Bürgermeister Alois Ulz aus persönlichen Gründen sein Amt sowie das Gemeinderatsmandat zurück. Als seinen Nachfolger wählte der Lanzendorfer Gemeinderat am 25. August 1951 Josef Baronbeck38 und als Vizebürgermeister Johann Paar. Durch das Ausscheiden von Alois Ulz rückte Hermann Tatzer für die SPÖ in den Gemeinderat nach.

Am 18. Februar 1953 wird Bürgermeister Josef Baronbeck auf Anordnung der Sowjet-Kommandantur verhaftet, weil er sich weigerte auf Gemeindekosten einen Anschlagkasten für das KP-Propagandablatt und offizielle Organ der sowjetischen Besatzungsmacht  „Österreichische Zeitung“ zu errichten. Der gesamte Lanzendorfer Gemeinderat begab sich daraufhin nach Mistelbach, um Protest gegen diesen Willkürakt der Besatzungsmacht einzulegen. Nach Inverventionen durch Landes- und Bundesbehörden bzw. deren Repräsentanten wird Bürgermeister Baronbeck, dessen Verhaftung in Zeiten des beginnenden Kalten Kriegs sogar als Randnotiz in einigen US-Zeitungen ihren Nachhall fand, bereits am Tag darauf wieder freigelassen.39

Mit 12. Dezember 1953 zog sich Alois Schmerold aus dem Gemeindevorstand zurück, verblieb allerdings weiter im Gemeinderat. In der Funktion als geschäftsführender Gemeinderat folgte ihm Josef Schwarz nach.

Mit 14. Februar 1954 schied Josef Kothmayer aus dem Gemeinderat aus, ihm folgt Otto Vogler als Mandatar der KPÖ nach.

1955-196040
Gemeinderatswahl 24. April 195541
zu vergebende Mandate: 13; Wahlberechtigt: 340; abgegebene Stimmen: 308 (Wahlbeteiligung: 90,6%); ungültig: 11, gültig: 297, letztere verteilten sich auf die wahlwerbenden Parteien wie folgt:

ÖVP SPÖ Volksopposition (KPÖ)
Stimmen Mandate Stimmen Mandate Stimmen Mandate
152 (51,2%) 8 136 (45,8%) 7 9 (3%)

Unter Führung von Alfred Schöller gelang es der ÖVP bei der Wahl 1955 die Mandatsmehrheit zu erringen und nach sieben Jahren das Bürgermeisteramt zurückzuerobern.

Bürgermeister: Alfred Schöller (ÖVP)
Vizebürgermeister: Karl Körbl (ÖVP)
Gemeinderäte: Maria Achatz (SPÖ), Josef Elbling  jun. (ÖVP), Leopold Ellend (ÖVP), Josef Huber (SPÖ), Franz Newald (SPÖ), Johann Paar (SPÖ), Walter Pukl (ÖVP), Martin Schiller (ÖVP), Josef Schwarz (SPÖ), Johann Sieber (SPÖ), Karl Stacher (ÖVP), Franz Stubenvoll (ÖVP), Hermann Tatzer (SPÖ)

Die SPÖ-Mandatarin Maria Achatz ist neben der ebenfalls im Jahr 1955 in Ebendorf in den Gemeinderat gewählten Frieda Pichler (KPÖ/Volksopposition), die erste Frau die auf dem Gebiet der späteren Großgemeinde Mistelbach in den Gemeinderat gewählt wurde und dies 15 Jahre (!) bevor eine Frau erstmals in den Mistelbacher Gemeinderat einzog. Nachdem Pichler vorzeitig aus dem Gemeinderat ausschied, ist Achatz jedenfalls die einzige Frau, die eine volle Amtszeit hindurch einem Gemeinderat der ehemals selbstständigen Katastralgemeinden angehörte.

1960-1965
Gemeinderatswahl 10. April 196042
zu vergebende Mandate: 15; Wahlberechtigt: 336; abgegebene Stimmen: 324 (Wahlbeteiligung: 96,4%) ; ungültig: 6, gültig: 318, letztere verteilten sich auf die wahlwerbenden Parteien wie folgt:

SPÖ ÖVP
Stimmen Mandate Stimmen Mandate
159 (50%) 8 159 (50%) 7

Aufgrund des Stimmengleichstands wurde zunächst mittels Los das für die Mehrheit im Gemeinderat entscheidende 8. Mandat der SPÖ zugesprochen. Die ÖVP rief jedoch in weiterer Folge die Bezirkswahlbehörde an und ersuchte um Prüfung der als ungültig gewerteten Stimmen und schließlich wurden zunächst als ungültig gewertete Stimmen für die ÖVP letztendlich doch als gültig gewertet, womit das 8. Mandat der ÖVP zufiel.

Die gemäß dem richtiggestellten Wahlergebnis vom 10. April 1960 gewählten Mandatare waren:
ÖVP: Alfred Schöller, Karl Körbl, Walter Pukl, Josef Elbling jun., Johann Schön, Leopold Ellend, Josef Wiesinger, Leopold Strobl,
SPÖ: Josef Baronbeck, Josef Schwarz, Johann Bauer, Hermann Tatzer, Franz Schön, Josef Huber, Johann Weinerek

Die SPÖ Gemeinderäte blieben der konstituierenden Gemeinderatssitzung im Juni 1960 fern, bei der Alfred Schöller von den anwesenden ÖVP-Vertretern zum Bürgermeister gewählt wurde. Durch ihr Fernbleiben verhinderten die gewählten SPÖ-Mandatare eine ordnungsgemäße Konstituierung und erzwangen damit indirekt die Auflösung des Gemeinderates durch die Landesregierung. Daher wurde im Sommer 1960 Dr. Kaufmann von der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach als Regierungskommissär mit der Führung der Gemeindeverwaltung betraut und eine Neuwahl zu Beginn des Jahres 1961 anberaumt.

Innerhalb der ÖVP kam es zu Differenzen und Altbürgermeister Rudolf Kothmayer trat bei der Neuwahl mit einer eigenen Liste an. Wie das Wahlergebnis zeigt hatte dieses Antreten mangels Wählerzuspruchs nur wenig Auswirkungen und das taktische Kalkül der SPÖ, die diese Neuwahl in der Hoffnung auf eine Mehrheitsverschiebung angestrebt hatte, erfüllte sich in keinster Weise, sondern hatte tatsächlich das Gegenteil zur Folge. Der Wahlkampf zwischen ÖVP und SPÖ wurde mit großer Härte geführt und hatte sogar ein juristisches Nachspiel.

Gemeinderatswahl 15. Jänner 196143
abgegebene gültige Stimmen: 331, diese verteilten sich auf die wahlwerbenden Parteien wie folgt:

ÖVP SPÖ Liste Kothmayer („Freie Bauernpartei“)
Stimmen Mandate Stimmen Mandate Stimmen Mandate
192 (58%) 9 129 (39%) 6 10 (3%)

Nach der konstituierenden Sitzung vom 2. Februar 1961 setzte sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
Bürgermeister: Alfred Schöller (ÖVP)
Vizebürgermeister: Karl Körbl (ÖVP)
Geschäftsführende Gemeinderäte: Walter Pukl (ÖVP), Franz Friedl (ÖVP), Josef Baronbeck (SPÖ), Josef Schwarz (SPÖ)
Gemeinderäte: Johann Bauer (SPÖ), Josef Elbling jun. (ÖVP), Leopold Ellend (ÖVP), Josef Huber (SPÖ), Franz Schön (SPÖ), Johann Schön (ÖVP), Leopold Strobl (ÖVP), Hermann Tatzer (SPÖ), Josef Wiesinger (ÖVP)

Josef Baronbeck schied mit 21. Juli 1961 aus dem Gemeindevorstand aus und statt ihm wurde Franz Schön am 3. August 1961 als geschäftsführender Gemeinderat der SPÖ gewählt. Baronbeck blieb weiterhin im Gemeinderat. In derselben Sitzung kam es zu einem weiteren Wechsel innerhalb der SPÖ-Fraktion: Johann Weinerek folgte auf Johann Bauer, der sein Mandat niedergelegt hatte.

Nach dem Ableben von Vizebürgermeister Karl Körbl wurde in der Sitzung vom 11. November 1964  Josef Elbling zum Vizebürgermeister gewählt. Auf das freigewordene Mandat rückte Friedrich Tanzler als Vertreter für die Volkspartei nach.

1965-196644
Gemeinderatswahl 196545
zu vergebende Mandate: 13; Wahlberechtigt: 335; abgegebene Stimmen: 311 (Wahlbeteiligung: 92,8%); ungültig: 10, gültig: 301, letztere verteilten sich auf die wahlwerbenden Parteien wie folgt:

ÖVP SPÖ
Stimmen Mandate Stimmen Mandate
195 (64,8%) 9 106 (35,2%) 4

Nach der konstituierenden Sitzung vom 21. April 1965 setzte sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
Bürgermeister: Alfred Schöller (ÖVP)
Vizebürgermeister: Josef Elbling (ÖVP)
Geschäftsführende Gemeinderäte: Josef Wiesinger (ÖVP), Josef Schwarz (SPÖ)
Gemeinderäte: Leopold Ellend (ÖVP), Josef Kober (ÖVP), Johann Rath (ÖVP), Franz Schön (SPÖ), Johann Schön (ÖVP), Leopold Strobl (ÖVP), Hermann Tatzer (SPÖ), Josef Trestler (ÖVP), Johann Weinerek (SPÖ)

In der Sitzung vom 18. Dezember 1965 verzichtet Josef Schwarz (SPÖ) auf seine Funktion als geschäftsführender Gemeinderat, ihm folgte Franz Schön. Schwarz gehörte jedoch weiterhin dem Gemeinderat an.

Nach dem Ableben von Vizebürgermeister Elbling wurde in der Sitzung vom 19. September 1966 Josef Trestler zum neuen Vizebürgermeister gewählt. Auf das freigewordene Mandat rückte für die ÖVP Josef Strobl in den Gemeinderat nach.

Der letzte Lanzendorfer Gemeinderat Ende des Jahres 1966
Der letzte Gemeinderat von Lanzendorf Ende des Jahres 1966 aus „Lanzendorf – einst und heute, eine kleine Ortschronik“ (1996)
(Foto: © Franz K. Obendorfer – Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Franz Obendorfer)

Die letzte Sitzung des Lanzendorfer Gemeinderates fand am 28. Dezember 1966 statt. Bereits im November wurde aufgrund der bevorstehenden Eingemeindung eine Neuwahl des Mistelbacher Gemeinderates unter Einbeziehung der Bevölkerung von Lanzendorf und Ebendorf abgehalten, sodass als Lanzendorf mit 1. Jänner 1967 Teil der Gemeinde Mistelbach wurde, auch der neu zusammengesetzte Mistelbacher Gemeinderat seine Arbeit aufnehmen konnte.

 

Übersicht über die Bürgermeister der Gemeinde Lanzendorf

Eine erste Auflistung veröffentlichte Prof. Hans Spreitzer in einem Beitrag zur Geschichte Lanzendorfs 1970 in der Reihe Mistelbach in Vergangenheit und Gegenwart46. Diese wurde später auch in die 1996 erschienene Publikation von Altbürgermeister Schöller übernommen. Allerdings ist diese Liste unvollständig bzw. bezüglich der Zeitpunkte der Amtswechsel ungenau.47

Amtszeit Bürgermeister
1850-1863 Josef Kothmayer
1863-1870 Georg Panzer
1870-1873 Franz Schön
1873-1876 Franz Kothmayer
1876-1882 Leopold Stacher
1882-1885 Michael Rieth
1885-1896 Lambert Kothmayer
1896-1919
Franz Schön jun. (*1855, †1951)
1919-1924 Peter Kraus (*1883, †1942), (Wirtschaftspartei?)
1924 Leopold Kothmayer, Wirtschaftspartei
1924-1945 Josef Elbling (*1873, †1957), Wirtschaftspartei
1945-1946 Josef Schön & Leopold Klinisch (*1888, †1966)
1946-1948 Rudolf Kothmayer, ÖVP
1948-1949 Alois Schmerold, SPÖ (als Gemeindeverwalter seitens der nö. Landesregierung eingesetzt)
1949-1951 Alois Ulz, SPÖ
1951-1955
Josef Baronbeck (*1906, †1970), SPÖ
1955-1960
Alfred Schöller (*1921, †2000), ÖVP
1960-1961 Dr. Kaufmann (als Regierungskommissär (=Gemeindeverwalter) seitens der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach eingesetzt)
1961-1966
Alfred Schöller (*1921, †2000), ÖVP

 

Bildnachweis:
-) letzter Lanzendorfer Gemeinderat 1966: Schöller, Alfred & Jolanda/ Schön, Johann: Lanzendorf – einst und heute, eine kleine Ortschronik (1996), Teil II, S. 20; Foto: Franz K. Obendorfer – Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Franz Obendorfer (Sohn)
-) Foto Bgm. Johann Schön: Scan nach einem von Philipp Hödl zur Verfügung gestellten Original
-) Portraitfoto Bgm. Alfred Schöller: zur Verfügung gestellt von Dr. Alfred Schöller (Sohn)

Quellen (und Anmerkungen):

Zu dem als Quelle sehr wichtigen Amtskalender ist anzumerken, dass dieser immer bereits im Oktober/November des Vorjahres in Druck gelegt wurde – ein wesentliches Faktum bei der Verwendung dieser Quelle zwecks Rekonstruktion der Amtszeit der Gemeindevertreter.

-) Gemeinderatsprotokolle der Gemeinde Lanzendorf im Archiv der Stadtgemeinde Mistelbach für den Zeitraum 1949-1966

  1. Wiener Zeitung, 6. September 1850 (Nr. 213), S. 1 (ONB: ANNO)
  2. Matzenauer, Eduard (Hrsg.): Nieder-österreichischer Gemeinde-Schematismus (1862), S. 149 (Online Bestände der ONB zugänglich via Google-Books)
  3. Niederösterreichischer Amtskalender 1865, S. 261 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1866, S. 216;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1867, S. 298 (ONB: ALEX);
  4. Niederösterreichischer Amtskalender 1868, S. 307 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1869, S. 212 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1870, S. 221 (ONB: ALEX)
  5. Niederösterreichischer Amtskalender 1871, S. 244 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1872, S. 214 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1873, S. 234 (ONB: ALEX)
  6. 1873 fanden in Niederösterreich Wahlen statt, weshalb der Wechsel in der Gemeindevertretung wohl in diesem Jahr angenommen werden kann.
    Niederösterreichischer Amtskalender 1875, S. 236 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1876, S. 250 (ONB: ALEX)
  7. Niederösterreichischer Amtskalender 1877, S. 258 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1878, S. 269 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1879, S. 271 (ONB: ALEX);
  8. Niederösterreichischer Amtskalender 1880, S. 281 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1882, S. 283 (ONB: ALEX);
  9. Niederösterreichischer Amtskalender 1883, S. 289 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1884, S. 290 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1885, S. 296 (ONB: ALEX);
  10. Mistelbacher Zeitung, Nr. 9/1885, S. 2;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1886, S. 304 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1887, S. 308 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1888, S. 310 (ONB: ALEX);
  11. Amts-Blatt der k. k. Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, 22.9.1888 (6. Jg. – Nr. 38), S. 161;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1889, S. 304 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1890, S. 303 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1891, S. 304 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1892, S. 310;
  12. Amts-Blatt der k. k. Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, 4.8.1892 (10. Jg. – Nr. 31), S. 127;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1893, S. 319 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1894, S. 322;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1895, S. 322;
  13. Niederösterreichischer Amtskalender 1896, S. 324;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1897, S. 323;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1898, S. 330 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1899, S. 340;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1900, S. 367;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1901, S. 375;
  14. Niederösterreichischer Amtskalender 1901, S. 375;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1902, S. 395;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1903, S. 416;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1904, S. 423 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1905, S. 422;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1906 S. 430;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1907 S. 434 (ONB: ALEX);
  15. Niederösterreichischer Amtskalender 1908, S. 443;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1909, S. 455 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1910, S. 464 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1911, S. 474f (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1912, S. 477;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1913, S. 486;
  16. Mistelbacher Bote, Nr. 5/1913, S. 7;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1914, S. 496;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1915, S. 504 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1916, S. 509 (ONB: ALEX);
    Niederösterreichischer Amtskalender 1917, S. 498;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1918, S. 480;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1919, S. 488;
  17. Niederösterreichischer Amtskalender 1920, S. 291;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1921, S. 291f ;
    Österreichischer Amtskalender 1922, S. 166;
    Österreichischer Amtskalender 1923, S. 233;
    Österreichischer Amtskalender 1924, S. 235
  18. Volksbote, Nr. 38-39/1922, S. 6
  19. Mistelbacher Bote, Nr. 26/1924, S. 5
  20. Zwar scheint die Stelle des Lanzendorfer Bürgermeisters im Amtskalender des Jahres 1925, der stets den Stand im Oktober des Vorjahres wiedergibt, als vakant auf, allerdings berichtet der Mistelbacher Bote (Mistelbacher Bote, Nr. 1/1925, S. 3) von der konstituierenden Gemeinderatssitzung, dass Bürgermeister Kothmayer eine Wiederwahl abgelehnt habe und aus dem Gemeinderat ausgeschieden sei.
  21. Schulchronik Lanzendorf Eintrag Schuljahr 1924/25, Band II, S. 144;
    Mistelbacher Bote, Nr. 1/1925, S. 3
  22. Volksbote, Nr. 49/1924, S. 5
  23. „Gemeinderatswahlen in Niederösterreich vom 10. November 1929“, S. 77 (Niederösterreichisches Landesarchiv, Standort Depot 2, ZG Regal 103/3/5) (online in den Beständen des Niederösterreichischen Landesarchivs);
    Mistelbacher Bote, Nr. 46/1929, S. 5;
    Volksbote, Nr. 46/1929, S. 8
    Volksbote, Nr. 49/1929, S. 8;
    Österreichischer Amtskalender 1930, S. 281;
    Österreichischer Amtskalender 1931, S. 279;
    Österreichischer Amtskalender 1932, S. 281;
    Österreichischer Amtskalender 1933, S. 279;
    Österreichischer Amtskalender 1934, S. 279
  24. Volksbote, Nr. 44/1929, S. 9
  25. Neues Wochenblatt für das Viertel unter dem Manhartsberg, Nr. 46/1929, S. 7
  26. Österreichischer Amtskalender 1935, S. 290;
    Österreichischer Amtskalender 1936, S. 307;
    Österreichischer Amtskalender 1937, S. 306;
    Österreichischer Amtskalender 1938, S. 302 (ONB: ALEX)
  27. Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, Jg. 56, Nr. 13 (4. April 1938), S. 29
  28. Amtsblatt des Landrates in Mistelbach, 57. Jahrgang, Nr. 15, 13. April 1939 – Beilage: „Die Bürgermeister u. Beigeordneten des Landkreises Mistelbach
  29. Amtskalender für den Reichsgau Niederdonau 1942, S. 70
  30. Schöller, Alfred & Jolanda/ Schön, Johann: Lanzendorf – einst und heute, eine kleine Ortschronik (1996), Teil II, S. 14;
  31. Niederösterreichischer Amtskalender 1948, S. 41;
    Niederösterreichischer Amtskalender 1949, S. 68 (online verfügbar auf findbuch.at);
    Österreichischer Amtskalender 1949, S. 136
    Schöller, Alfred & Jolanda/ Schön, Johann: Lanzendorf – einst und heute, eine kleine Ortschronik (1996), Teil II, S. 14;
  32. Österreichische Volks-Presse, Nr. 52&53/1946, S. 8
  33. Niederösterreichischer Volksbote, Nr. 1/1948, S. 5
  34. Niederösterreichischer Volksbote, Nr. 7/1948, S. 9
  35. Niederösterreichischer Volksbote, Nr. 8/1949, S. 10;
    Österreichischer Amtskalender 1950, S. 147
  36. Amtskalender 1951, S. 149;
    Österreichischer Amtskalender 1952, S. 154;
    Österreichischer Amtskalender 1953, S. 160;
    Österreichischer Amtskalender 1954, S. 168;
    Österreichischer Amtskalender 1955, S. 182;
  37. Amt der nö. Landesregierung (Hrsg.): Die niederösterreichischen Gemeinderatswahlen 1950 – eine statistische Zusammenstellung (1951), S. 37
  38. Schöller, Alfred & Jolanda/ Schön, Johann: Lanzendorf – einst und heute, eine kleine Ortschronik (1996), Teil II, S. 15;
  39. Schöller, Alfred & Jolanda/ Schön, Johann: Lanzendorf – einst und heute, eine kleine Ortschronik (1996), Teil II, S. 15 (Anm.: fälschlicherweise findet sich hier die Information, dass es sich bei der Zeitung um die „Volksstimme“ gehandelt habe
  40. Amts-Blatt der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, 70. Jg, Nr. 14, 26. Juli 1955, S. 55;
    Österreichischer Amtskalender 1956, S. 192;
    Österreichischer Amtskalender 1957, S. 197;
    Österreichischer Amtskalender 1958, S. 201;
    Österreichischer Amtskalender 1959, S. 206;
    Österreichischer Amtskalender 1960, S. 212;
  41. Amts-Blatt der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, 70. Jg, Nr. 9, 3. Mai 1955, S. 36
  42. Amts-Blatt der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, 75. Jg, Nr. 7, 15. April 1960, S. 22;
    Verlag des Amtes der nö. Landesregierung (Hrsg.): Ergebnisse der niederösterreichischen Gemeinderatswahlen 1960 – eine statistische Zusammenstellung (1960), S. 95-96
  43. Niederösterreichische Volks-Presse, Nr. 3/1961, S. 1;
    Niederösterreichischer Volksbote, Nr. 3/1961, S. 1
  44. Amts-Blatt der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, 80. Jg, Nr. 10, 19. Mai 1965, S. 44;
    Österreichischer Amtskalender 1965, S. 137;
    Österreichischer Amtskalender 1966, S. 137;
  45. Amts-Blatt der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, 80. Jg, Nr. 7, 6. April 1965, S. 28/29
  46. Spreitzer, Prof. Hans: „Aus der Vergangenheit von Lanzendorf“ in: Mistelbach in Vergangenheit und Gegenwart Band II (1970), S. 20
  47. Es fehlt etwa die Amtszeit von Bürgermeister Franz Kothmayer in den 1870er Jahren bzw. die kurze Amtszeit von Leopold Kothmayer nach dem Rücktritt von Bgm. Kraus im Jahr 1924, und ebenso die Einsetzung eines Gemeindeverwalters 1960/61
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