Franz Lang-Weg

Die nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem ehemaligen Übungsgelände der Garnison Mistelbach entstandene Totenhauer-Siedlung lag weit außerhalb des Stadtgebiets, dessen nördliche Grenze damals etwa auf Höhe der Steinernen Brücke (Kreuzungsbereich Waldstraße/Oberhoferstraße) lag.1 Der mit der Abgeschiedenheit einhergehenden Probleme, etwa in Bezug auf die Wasser-, Gas- und Stromversorgung, wurde man sich, ob der damals drückenden Wohnraumnot, leider erst im Nachhinein bewusst.2 Besonders in den ersten Jahren nach der Errichtung fungierte der langjährige Stadtrat Franz Lang als Ansprechpartner seitens der Gemeinde für die Anliegen der Siedlungsbewohner.3 Erst im Laufe der folgenden Jahrzehnte dehnte sich die Stadt sukzessive weiter in Richtung Norden aus und durch die weitere Aufschließung von Baugründen in der Stadtwald-Siedlung Anfang der 1970er Jahre erfolgte letztendlich der Lückenschluss zur Totenhauer-Siedlung. Franz Langs Leistungen für das Gemeinwohl der Stadt waren äußerst vielfältig und beschränken sich keineswegs nur auf seine Hilfe für die Siedler, aber in Form der Benennung einer in unmittelbarer Nachbarschaft zur Totenhauer-Siedlung gelegenen Straße sah man die Gelegenheit dauerhaft an Stadtrat Lang und sein Wirken zu erinnern. Daher beschloss der Mistelbacher Gemeinderat in der Sitzung vom 14. November 1974 diese Straße  „Franz Lang-Weg“ zu benennen.4

Wo befindet sich der Franz Lang-Weg?

 

Quellen:

  1. als Beleg für die vormalige militärische Nutzung des Areals: Mitteilungen der Stadtgemeinde Mistelbach, Folge 51-54, September/Dezember 1958, S. 5
  2. Bayer, Franz/ Kummer, Hans: Die bauliche Entwicklung Mistelbachs seit der Stadterhebung, S. 133 In: Mistelbach – 90 Jahre Stadt (1964), Mistelbach in Vergangenheit und Gegenwart, Band I
  3. Jakob, Christa: Kulturdenkmäler Mistelbach, Band I (2015), S. 355
  4. Mitteilungen der Stadtgemeinde Mistelbach, Folge 183, Jänner 1975, S. 5
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